Casa Nova
Sichtbare Erfolge

Altenberge -

Die Vereins-Vorsitzende Birgit Koch-Heite reiste nach Brasilien, um sich vor Ort ein Bild von den Projekten zu machen.

Samstag, 13.05.2017, 17:05 Uhr

250 Personen leben in denen vom Verein „Casa Nova“ finanzierten Unterkünften. Alexsandra (M.) informierte Birgit Koch-Heite (r.) und Sandra Avila über die Gründung einer Gruppe, die vor Ort soziale Projekte unterstützt.
250 Personen leben in denen vom Verein „Casa Nova“ finanzierten Unterkünften. Alexsandra (M.) informierte Birgit Koch-Heite (r.) und Sandra Avila über die Gründung einer Gruppe, die vor Ort soziale Projekte unterstützt.

Birgit Koch-Heite atmet auf: „Der Stillstand ist überwunden.“ Als die Vorsitzende des Vereins „Casa Nova“ kürzlich von ihrer Reise in Brasilien zurückkehrte, waren die Differenzen mit dem Partnerverein noch groß. „Doch nun geht es weiter“, freut sich Koch-Heite. Das gilt insbesondere für das „Centro“ in Bela Vista, ein Gemeinschaftshaus, in dem sich unter anderem die Frauen der Dorf-Gemeinschaft regelmäßig treffen und das vom Verein „Casa Nova“ mit aufgebaut wurde. Koch-Heite: „Dieser Treffpunkt soll wieder belebt werden.“

Zum sechsten Mal reiste die Altenbergerin nach Bela Vista, um sich vor Ort ein Bild von den Projekten zu machen, die der Altenberger Verein seit rund 20 Jahren unterstützt. Immerhin kommen jährlich etwa 12 000 Euro an Spenden zusammen.

Rund 250 Personen wohnen in den Häusern. Familien, die zuvor in Slums lebten, haben dort ein neues Zuhause gefunden. Koch-Heite: „Dieses erste Projekt hat sich mittlerweile sehr gut etabliert.“ Eingreifen müsse der Verein nur dann, wenn beispielsweise Reparaturen an den Gebäuden vorgenommen werden müssen, so Koch-Heite.

Ebenfalls fester Bestandteil ist die Kita, die von rund 50 Mädchen und Jungen besucht wird. Die Kinder erhalten dort ein Mittagessen und werden auch nachmittags betreut. Letztendlich sei es jedoch das Ziel, dass die Kita auf Dauer von der Kommune in Bela Vista übernommen wird, blickt Birgit Koch-Heite in die Zukunft.

Im Laufe der vergangenen Jahre habe sich herausgestellt, das die Gewalt unter Kindern und Jugendlichen zugenommen hat, erzählt Koch-Heite. Deshalb wurde vor über einem Jahr ein Capoeira-Kursus angeboten – mit finanzieller Unterstützung aus Altenberge konnte das Angebot ganzjährig weitergeführt werden. Als Birgit Koch-Heite nun vor Ort war, nahm sie am Capoeira-Fest teil. „Dort wurden die jungen Tänzer in die Gemeinschaft der Tänzer aufgenommen und erhielten Leistungsgürtel wie beim Judo.“ Das Fest war ein Höhepunkt ihrer Reise, sagt die Vereinsvorsitzende von „Casa Nova“.

Dass langjährige und damit auch kontinuierliche Arbeit Früchte trägt, das freut Birgit Koch-Heite besonders – und blickt beispielhaft auf zwei Brasilianer: Ein Waisenkind, dass seit vielen Jahre von Paten finanziell unterstützt wird, hat vor Kurzen eine Ausbildung als Zahnarzthelferin abgeschlossen. Jetzt arbeitet die 20-jäh rige Frau bei einem Zahnarzt im Nachbarort von Bela Vista. Koch-Heite: „Der jahrelange Einsatz hat sich gelohnt.“

Beispiel Nummer zwei für eine Unterstützung, die sich ausgezahlt hat, ist der 25-jährige Jairo. In Bela Vista aufgewachsen, absolvierte er zunächst eine Ausbildung als Geo-Techniker. „Und jetzt folgt ein Ingenieur-Studium“, freut sich Birgit Koch-Heite und fügt an: „Er hat seine Chance genutzt.“

Zum Thema

Wer sich über den Verein „Casa Nova“ und über die Reise nach Brasilien informieren möchte, sollte an der Mitgliederversammlung teilnehmen, die am Montag (15. Mai) stattfindet. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Kulturwerkstatt.

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