Wahlanalyse
Reifig rätselt

Altenberge -

Die Landtagskandidatin Ulrike Reifig kann sich die Niederlage ihrer Partei noch nicht erklären. Große Freude herrscht bei CDU und FDP.

Sonntag, 14.05.2017, 21:05 Uhr

Ulrike Reifig, Landtagskandidatin der SPD, gab am Sonntagvormittag im Altenberger Bürgerhaus ihre Stimme ab. Vom Abschneiden ihrer Partei zeigte sie sich am Abend sichtlich enttäuscht.
Ulrike Reifig, Landtagskandidatin der SPD, gab am Sonntagvormittag im Altenberger Bürgerhaus ihre Stimme ab. Vom Abschneiden ihrer Partei zeigte sie sich am Abend sichtlich enttäuscht. Foto: Detlef Held

Auch im zweiten Versuch sollte es nicht sein: Die SPD-Landtagskandidatin Ulrike Reifig musste sich Christina Schulze Föcking ( CDU ) klar geschlagen geben. Die Altenberger Sozialdemokratin zeigte sich gestern Abend enttäuscht und sichtlich ratlos: „Ich kann das Ergebnis im Moment nicht nachvollziehen.“ Zunächst müsse sie die Wahlanalyse abwarten. Die Fraktionsvorsitzende der SPD habe ihrer Meinung nach einen „guten Wahlkampf“ gemacht. „Ich bin von allen Ortsvereinen tatkräftig unterstützt worden.“ Eine dritte Landtagskandidatur schloss sie aus.

Zahlreiche Mitglieder der Christdemokraten verfolgten die Ergebnisse im Altenberger Rathaus. „Der Abend ist natürlich ein Grund zur Freude“, meinte der CDU-Ortsverbands-Vorsitzende Markus Tönsgerlemann. Mit den Themen innere Sicherheit, Verkehrs-Situation und Bildungspolitik habe die CDU offenbar gepunktet. Tönsgerlemann: „Die Bürger wollten auf jeden Fall Rot-Rot-Grün verhindern.“ Zudem, so sein Eindruck, sei es gerade im ländlichen Raum auch eine „Anti-Remmel-Wahl“ gewesen.

Werner Schneider, Fraktionsvorsitzender der Grünen, hat das Ergebnis „schon vorhergesehen“. Er bemängelte unter anderem die Außendarstellung der Grünen. „Wir haben viel erreicht, nur wurde das schlecht kommuniziert“, blickte Schneider zurück. Zudem hätte seine Partei in der Schulpolitik „klare Kante“ zeigen müssen. Sein Fazit: „Man kann es nicht allen Recht machen. Und dafür haben wir die Quittung bekommen.“

Zwar ist die FDP im Gemeinderat seit der letzten Kommunalwahl nicht mehr vertreten – umso mehr freute sich der FDP-Ortsvorsitzende Jochen Hüsing über das erfreuliche Abschneiden der Liberalen: „Wir haben das Ziel erreicht, drittstärkste Kraft zu werden.“ Vor einigen Monaten hätte man mit einem derartigen Wahlerfolg nicht rechnen können. Aufwind erhofft sich Hüsing für das Jahr 2020: „Dann wollen wir wieder in den Gemeinderat einziehen.“

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