1000 Besucher
Ein Hof mit glücklichen Schafen

Altenberge -

Großer Andrang auf dem Biohof Entrup 119: Rund 1000 Gäste nutzten die Gelegenheit, sich ein Bild vor Ort beim „Tag des Schafes“ zu machen.

Montag, 15.05.2017, 14:05 Uhr

Zum Teil wird auf dem Biohof auch mit Pferden gearbeitet – und mit diesen suchten Klein und Groß Kontakt.
Zum Teil wird auf dem Biohof auch mit Pferden gearbeitet – und mit diesen suchten Klein und Groß Kontakt. Foto: Nix

Kaiserwetter am Sonntag. Der Hof Entrup 119, seit rund 20 Jahren Demeterbetrieb für biologisch-dynamische Landwirtschaft, wurde am Wochenende zum begehrten Ziel für Ausflügler. Er lud ein zu seinem „Tag des Schafes“, einem Hoffest mit zahlreichen Attraktionen. Mehr als 100 ostfriesische Milchschafe, eine geschützte Rasse, leben hier unter artgerechten Bedingungen. Ihre Milch wird in der hauseigenen Käserei verarbeitet, die Produkte im Hofladen verkauft. Auch das Brot aus der Hofbäckerei und Weiteres ist hier zu haben.

Aktionsreich war das Angebot, rund 1000 Besucher fanden den Weg nach Entrup. Eltern und Kinder schauten bei der Schafschur zu, nahmen an einer Kräuterwanderung teil oder erlebten Zugpferde bei ihrer Arbeit.

„Wir sind ein sogenannter CSA-Hof“, so der zweite Geschäftsführer der Genossenschaft „Gärtnerhof Entrup eG.“, Rainer Roehl . Die Abkürzung steht für „Community Supported Agriculture“, auf Deutsch meist mit „solidarische Landwirtschaft“ übersetzt. Es gibt zurzeit rund 110 Mitglieder, die gegen einen finanziellen Beitrag wöchentlich ein bestimmtes Kontingent an Lebensmitteln erhalten. „Der Hof ist Demonstrationsbetrieb für den ökologischen Landbau“, erläutert Roehl.

Das Anwesen ist idyllisch gelegen, die Gäste fühlten sich offensichtlich wohl. Die Mädchen und Jungen interessierten sich vor allem für die Schafe und Pferde, von deren Leben sie in ihrem Alltag normalerweise nur wenig mitbekommen. Die Publikumsreaktionen waren positiv. „Ein schönes Fleckchen Erde“, sagte ein Münsteraner anerkennend. Andere waren vor allem angetan von der ökologischen Landwirtschaft, bei der das Wohl der Tiere hohen Stellenwert hat.

Seit rund 25 Jahren gehört der Hof dem Verein „Initiative Entrup 119 e.V.“ Die Genossenschaft hat ihn gepachtet. „Wir bekommen aus ganz Deutschland Anfragen, wie unser System funktioniert“, sagt Roehl. Der Hof steht grundsätzlich jedem offen, man gibt hier gern Auskunft.

 

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