Digitaler Visitenkarten-Tausch mit Social Beam
Jan Schmidt schreibt sich seine Apps selbst

Altenberge -

Facebook, Instagram, Snapchat, What‘s App – Je größer das soziale Netzwerk, desto besser. Aber wer kennt das nicht? Die Pflege der vielen Kontaktdaten macht ganz schön Arbeit. Jan Schmidt hat das im Freundeskreis oft erlebt und Abhilfe geschaffen. Er hat sich eine App geschrieben: "Social Beam".

Donnerstag, 18.05.2017, 15:05 Uhr

Jan Schmidt ist ein echter Computer-Freak. Gerade hat er eine App entwickelt, mit der man per Smartphone die Kontaktdaten tauschen kann.
Jan Schmidt ist ein echter Computer-Freak. Gerade hat er eine App entwickelt, mit der man per Smartphone die Kontaktdaten tauschen kann.

Facebook , Instagram, Snapchat, What‘s App – wer in sein will, muss auf allen Kanälen präsent sein. Je größer das soziale Netzwerk, desto besser. Aber wer kennt das nicht? Die Pflege der vielen Kontaktdaten macht ganz schön Arbeit. Gerade die neuen Digital-Freunde. Deren Daten müssen mühsam eingetippt werden. Auf einer Party, man hat die ersten zwei Bier miteinander getrunken und möchte die Konversation online weiterpflegen, wird es dann sogar lästig. Jan Schmidt hat das im Freundeskreis oft erlebt. Und, wie das so seine Art ist, Abhilfe geschaffen. Er hat sich eine App geschrieben. Die heißt „Social Beam“, ist mittlerweile in den gängigen Android-Stores auch zu erwerben und hat für den Laien etwas von Zauberei. . .

Um bei der Party zu bleiben: Die neuen Freunde müssen mit „Social Beam“ nichts anderes tun, als die beiden Rückseiten der Handys aneinander zu halten – und schwupps haben sich die Kontaktdaten auf das jeweils andere Smartphone übertragen. So, als würden die Väter die guten, alten Visitenkarten austauschen.

„Drei Monate habe ich daran programmiert“, schmunzelt der 18-jährige Altenberger. Für ihn kein großes Ding. Eher eine Übung für das nicht mehr allzu ferne Berufsleben. Jan möchte nämlich in die Online-Branche. Apps, Programme und andere spannende Anwendungen entwickeln.

In die Wiege wurde ihm der Spaß an Bits und Bytes nicht gelegt. Aber in der dritten Klasse, da hat es Jan gepackt. Da bekam er den ersten Computer. „Und beim Spielen habe ich gemerkt, dass ich vieles einfach besser machen wollte“, erzählt der 18-Jährige. Bis zu den ersten eigenen Programmen war es noch ein bisschen hin. Aber irgendwann klappte es. „Das meiste habe ich mir selber beigebracht, habe einfach viel herumprobiert, in Foren gechattet und gelesen“, erinnert sich Jan.

Klar, im Fach Informatik hat der Altenberger eine glatte Eins. Im Unterricht hat er seine neueste App „Social Beam“ auch schon vorgestellt. Und nicht nur von seinen Mitschülern der münsterischen Friedensschule viel Beifall bekommen: „Auch der Lehrer war begeistert.“

Jan Schmidt will sich auf diesen Lorbeeren auf keinen Fall ausruhen. „Ich möchte einen humanoiden Roboter entwickeln“, hat er sich vorgenommen. Bis dahin wird noch ein Zeitchen vergehen, das ist ihm schon klar. Aber Jan ist sich sicher, dass es irgendwann klappen wird.

Seine Anregungen für neue Entwicklungen, die bekommt er ganz oft von seinen Freunden. Dann setzt er sich an den Rechner, und dann geht es los. Dabei stört es ihn überhaupt nicht, wenn er manchmal einen ganzen Tag an einem Fehler herumdoktert, den er sich ins Programm geschrieben hat. „Das gehört einfach dazu.“

Für seine künftige berufliche Karriere hat Jan Schmidt schon eine Menge gelernt. Aber er weiß, das ist für ihn genauso wichtig: „Man muss das tun, was man liebt.“

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