Geldsegen
Ein Plus von 4,5 Millionen Euro

Altenberge -

Geldsegen für die Gemeindekasse: Mit zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von etwa 4,5 Millionen Euro rechnet die Verwaltung. Im Haushaltsplan für 2017 waren „nur“ 7,5 Millionen Euro vorgesehen. Das Geld soll zum Schuldenabbau eingesetzt werden.

Donnerstag, 18.05.2017, 19:05 Uhr

Die Gemeinde kann sich auf ein wesentlich höheres Steueraufkommen für dieses Jahr einstellen als zunächst geplant. Kämmerer Stephan Wolff geht davon aus, dass der Mehrbetrag rund 4,5 Millionen Euro betragen wird. Im Haushalt der Gemeinde sind für 2017 „nur“ 7,3 Millionen Euro an Gewerbesteuer eingeplant. Doch die Konjunktur der heimischen Wirtschaft brummt offenbar gewaltig. Ohne dass Bürgermeister Jochen Paus Namen verrät, steht das Unternehmen Schmitz Cargobull seit vielen Jahren ganz oben auf der Geber-Liste.

„Wir werden das Geld dafür einsetzen, um unsere langfristigen Verbindlichkeiten zu reduzieren“, kündigt der Bürgermeister an. „Das Ziel ist der Schuldenabbau.“ Deshalb sollen mit den Zusatzeinnahmen Kredite in Höhe von drei Millionen Euro getilgt werden, sagt Paus.

Trotz der gewaltigen zusätzlichen Einnahmen – Bürgermeister Paus hält den Ball flach: „Natürlich bin ich froh über die Entwicklung.“ Aber: Nicht vergessen hat Paus das Krisenjahr 2009, als nur rund 450 000 Euro an Gewerbesteuer in die Gemeindekasse flossen. Ein Jahr zuvor, 2008, waren es noch zwölf Millionen Euro. In den folgenden Jahren erholte sich die Lage nur langsam. 2010 betrug das Gewerbesteueraufkommen 3,5 Millionen Euro, 2013 lag es bei 8,2 Millionen Euro und 2014 bei 5,1 Millionen Euro. Seit 2015 ist die Sieben-Millionen-Marke stets erreicht worden.

Über die Mehreinnahmen im Altenberger Gemeindesäckel freut sich auch die NRW-Kasse in der Landeshauptstadt Düsseldorf. So werden zusätzlich 390 000 Euro an Gewerbesteuerumlage fällig. Außerdem erhöht sich der Anteil am Fonds „Deutsche Einheit“ um rund 380 000 Euro.

Zurück zu Schmitz Cargobull: Dort wird derzeit im Drei-Schichtbetrieb gearbeitet, wie das Unternehmen am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Etwa 620 Fahrzeuge verlassen wöchentlich die Altenberger Filiale, in der rund 1600 Mitarbeiter beschäftigt sind, so Cargobull.

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