Eiskeller-Ausstellung
Neuauflage nicht ausgeschlossen

Altenberge -

Die erste große Ausstellung im Eiskeller ist vorbei. Eine Wiederholung eines vergleichbaren Projektes können sich die Initiatoren durchaus vorstellen.

Freitag, 26.05.2017, 19:05 Uhr

Die Projektleiterinnen Christine Westenberger (l.) und Franziska Mahlmann sind mit der Ausstellung „Echolot[e] zufrieden. Eine Wiederholung ist durchaus möglich.
Die Projektleiterinnen Christine Westenberger (l.) und Franziska Mahlmann sind mit der Ausstellung „Echolot[e] zufrieden. Eine Wiederholung ist durchaus möglich. Foto: mas

Wer nicht zu den 1500 Besuchern der Ausstellung „Echolote gehörte, hat etwas verpasst. Denn die Premiere im historischen Gebäude ist gelungen – das haben die beiden Projektleiterinnen Christine Westenberger und Franziska Mahlmann nicht nur während der zweiwöchigen Ausstellungszeit miterlebt, auch im Nachgang gab es Lob von vielen Seiten. Doch vielleicht ist eine Wiederholung in ein paar Jahren möglich. „Natürlich denkt man darüber nach“, sagt Franziska Mahlmann.

Doch zunächst müssen noch letzte Spuren aus dem Eiskeller „verschwinden“. Die meisten Arbeiten sind wieder abgebaut“, erzählt Christine Westenberger, die das Projekt nicht nur vor einem halben Jahr mit aus der Taufe hob, sondern selbst als Künstlerin beteiligt war. Ihre Bilder haben etwas gelitten, „aber nicht so viel, wie ich gedacht habe“, berichtet Westenberger. Die Feuchtigkeit im Eiskeller hat ihre Arbeiten angegriffen. „Damit habe ich allerdings gerechnet.“

Es war ein Experiment, verschiedene Künstler, die alle mit der Kulturwerkstatt verbunden sind, als Gruppe ausstellen zu lassen, blickt Westenberger zurück. „Schließlich war vorher nicht klar, was überhaupt herauskommt.“ Das habe allerdings „hervorragend geklappt“. „Die Künstler haben sich auf den Eiskeller eingelassen“, freuen sich Mahlmann und Westenberger. So verschieden die Kunstwerke auch waren, da sie alle einen Bezug zum Eiskeller herstellten, wirkten sie wie eine Einheit.

„Der Eiskeller ist schon etwas Besonderes und hat eine ganz außergewöhnliche Stimmung hervorgerufen“, meint Westenberger. Um ein Projekt dieser Größenordnung zu stemmen, mussten viele Gruppen mit ins Boot geholt werden – von den Förderern über den Heimatverein bis zur Kulturwerkstatt. Mahlmann: „Die Zusammenarbeit war hervorragend.“

Dass die Ausstellung für alle Altersgruppen funktioniert, haben die beiden Projektleiterinnen auch erfreut festgestellt: Nicht nur Erwachsene, sondern auch Grundschüler pilgerten zum Eiskeller. Die Kombination von Kunst und Eiskeller „war für die Kinder wie ein Abenteuer“, erzählt Franziska Mahlmann. Quasi als Forscher gingen die Mädchen und Jungen durch die Ausstellung. Anschließend konnte, wer wollte, ein eigenes Kunstwerk basteln oder ein Bild malen. „Vielleicht machen wir daraus eine Ausstellung im Rathaus“, könnte sich Mahlmann damit eine kleine Fortsetzung von „Echolote“ vorstellen.

Die beteiligten Künstler sind unisono angetan, wie Christine Westenberger in einer Umfrage ermittelt hat. „Ein rundum gelungenes Projekt“, sagt beispielsweise Martina Lückener, die mit ihrer Arbeit „never fade completely“ Bezug auf die Nutzung als Schutzbunker im Zweiten Weltkrieg genommen hatte. Eine der vielen beeindrucken Arbeiten von „Echolote.

Für Westenberger und Mahlmann steht fest: Die Ausstellung im Eiskeller war eine „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten: Dazu gehören die Künstler, die Gemeinde, die Schulen, der Heimatverein und und und – und natürlich die Besucher.

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