Ausstellung im Rathaus
Er passt in keine Schublade

Altenberge -

„Mehr als 50 Jahre kreativ“ – so lautet der Titel einer Ausstellung von Paul Winz, die am 8. Juni im Rathaus eröffnet wird.

Samstag, 03.06.2017, 17:06 Uhr

Paul Winz in seiner Werkstatt mit von ihm geschaffenen Skulpturen.
Paul Winz in seiner Werkstatt mit von ihm geschaffenen Skulpturen. Foto: Nix

„Nicht Bekanntes suchen, Unbekanntes finden“, diesem Grundsatz bleibt der 71-jährige Paul Winz seit einem halben Jahrhundert treu. Er ist Kunstschaffender, der Bilder und Skulpturen als Ausdruck seiner Persönlichkeit betrachtet. „Ich schaffe für mich, nicht für die Bedürfnisse des Kunstmarktes“, sagt der in Münster-Hiltrup geborene Maler und Bildhauer.

Am Donnerstag (8. Juni) wird im Rathaus Altenberge um 18 Uhr seine Ausstellung unter dem Titel „Mehr als 50 Jahre kreativ“ eröffnet. Gezeigt werden Bilder und Skulpturen, die innerhalb dieser Schaffensperiode entstanden sind. Am 11. Juni (Sonntag) steht er in der Zeit von 11 bis 16 Uhr persönlich für Führungen zur Verfügung. Zu erleben ist die Ausstellung bis zum 30. Juni.

Paul Winz gehörte 2003 zu den Gründern der „Kulturwerkstatt Altenberge e. V.“, nachdem er den Mut gehabt hatte, bereits 2001 das Gebäude an der Bahnhofstraße 44 anzumieten. Zunächst nutzte er es als „Atelier Paul“, bot gemeinsam mit anderen Künstlern auch Kurse an. Auf Grund immer stärkerer Nachfrage war es zwei Jahre später an der Zeit, den Verein aus der Taufe zu heben. Lange Zeit arbeitete er im Vorstand, der die Einrichtung paritätisch leitete. Ebenso ist der Künstler als Dozent in Kursen aktiv.

Die Kunstobjekte von Winz lassen sich nicht in Kategorien einordnen. Das ist ihm sehr wichtig. „Ich will frei sein in der Gestaltung“, betont er. Sein Handwerkszeug: Pinsel, Acryl- und Aquarellfarben, Wachsstifte und Kreiden. Das Material: Leinwand, Holz und Stein. Modelliert hat er selbstverständlich auch schon.

Der Betrachter seiner Werke bekommt Gelegenheit, frei zu assoziieren. Ist es ein Gesicht, das aus dem Gewirr von Pinselstrichen herausguckt? Ist es ein Engel, den die kleine Holzskulptur darstellen soll? Da ist Fantasie gefragt. Es macht Winz Spaß, „Natur zu Kultur“ werden zu lassen. Gern bearbeitet er Holzklötze, die er findet und gibt ihnen einen Ausdruck. Manchmal lassen nur wenige Pinselstriche eine Person erahnen. Schubladendenken wie „abstrakt“ oder „gegenständlich“ mag er nicht so sehr. Winz: „Ich versuche, mich immer aus diesen Begrifflichkeiten herauszuhalten.“ Letztlich, dass muss er einräumen, weisen seine Schöpfungen jedoch mehr in den abstrakten Bereich. Gerade darin liegt der Reiz für den Betrachter, denn unüberwindlich schwer ist es nicht, ein Gesicht, eine Figur oder andere Körperlichkeiten zu erkennen.

Winz absolvierte eine umfassende Ausbildung im Malen, Zeichnen und Bildhauern. All dies praktiziert er seit nunmehr 50 Jahren.

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