Kriterienkatalog für Vergabe von Grundstücken
Vorsprung durch Heimvorteil

Altenberge -

Erstmals hatte die Gemeinde einen Kriterienkatalog verabschiedet, nach dem die Grundstücke vergeben werden (wir berichteten). Und dieser trägt klar die Handschrift der CDU, die an mehreren Stellen Veränderungen gegenüber der Gemeindevariante durchsetzte.

Dienstag, 06.06.2017, 17:06 Uhr

Halten das Vergabeverfahren für das Baugebiet „Krüselblick II“ für transparent (v.l.): Reinhold Beckmann, Sigrid Schulze Lefert und Frank Neumann.
Halten das Vergabeverfahren für das Baugebiet „Krüselblick II“ für transparent (v.l.): Reinhold Beckmann, Sigrid Schulze Lefert und Frank Neumann. Foto: mas

In den vergangenen Wochen klingelte bei Sigrid Schulze Lefert häufiger als sonst das Telefon. Dann ging es in erster Linie um das neue Baugebiet „Krüselblick II“. Fragen zum Baupreis und insbesondere zur Vergabe waren immer wieder die Themen.

Auch bei Ratsmitglied Frank Neumann und dem Stellvertretenden CDU-Ortsvereinsvorsitzenden Reinhold Beckmann häuften sich die Anfragen zum neuen Baugebiet. „Deshalb ist es gut, dass wir nun einen verbindlichen Punktekatalog haben, nach dem die Grundstücke vergeben werden“, sagt die CDU-Fraktionsvorsitzende Schulze Lefert .

Insbesondere der „Altenberge-Faktor“ spielt jetzt noch eine größere Rolle als zunächst geplant. „Wer den Lebensmittelpunkt in Altenberge hat, den wollen wir haben“, betont Frank Neumann den Grund für die zehn Punkte für Grundstücksbewerber, die aus Altenberge kommen. Die Gemeinde hatte nur fünf Zähler vorgeschlagen.

Besonders wichtig war den Christdemokraten, das der Bezug zu Altenberge belohnt wird. „Deshalb haben wir auch das Ehrenamt mit einbezogen“, erläutert Sigrid Schulze Lefert. „Wer sich hier vor Ort engagiert, der soll davon auch profitieren.“ Und Frank Neumann ergänzt: „Auf diesem Weg können wir den Bürgern etwas zurückgeben.“ In Punkten ausgedrückt: drei.

Reinhold Beckmann hat zum Pressetermin das Wahlprogramm „2014–2020“ mitgebracht. Schon darin habe die CDU gefordert, dass junge Familien ohne Eigenheim bevorzugt werden sollen“, betont Beckmann. Das CDU-Trio geht davon aus, dass sich rund 150 Bürger um die 45 Grundstücke im „Krüselblick II“ bewerben werden. Von den 300 Interessenten, die auf der Gemeindeliste stehen, gebe es sicherlich Mehrfachbewerber“, ist Schulze-Lefert überzeugt. Bei Punktgleichheit soll nicht das Los entscheiden, haben die Kommunalpolitiker entschieden – auch eine Forderung der CDU.

„Nichts ist ungerechter als eine Entscheidung per Los“, begründet Frank Neumann. „Auch in den bisherigen Vergabeverfahren habe es ohne Losverfahren keine Probleme gegeben“, ergänzt Sigrid Schulze Lefert. Kampfabstimmungen seien nicht vorgekommen.

Der Vergabeausschuss wird dann bei Punktgleichheit entscheiden, welcher Bewerber den Zuschlag erhält. Außerdem wird das Gremium eine „Reserveliste“ für Nachrücker erstellen, die dann zum Zuge kommt, wenn Bewerber nicht das ihnen angebotene Grundstück annehmen. Ob der Kriterienkatalog auch für das nächste Baugebiet am Bahnhofshügel zur Anwendung kommt, stehe noch nicht fest, meint Frank Neumann. Zunächst sollen die Erfahrungen bei „Krüselblick II“ abgewartet werden. Neumann: „Und dann werden die Karten neu gemischt.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4908284?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Nachrichten-Ticker