Mehr als 50 Jahre kreativ
Der Kreativität freien Lauf gelassen

Altenberge -

Ich habe das gemacht, wozu es mich gedrängt hat“, erzählte Paul Winz bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste. Am Donnerstag eröffnete er die Ausstellung „Mehr als 50 Jahre kreativ“ im Rathaus.

Freitag, 09.06.2017, 17:06 Uhr

Noch bis zum 30. Juni ist die Ausstellung der Werke von Paul Winz im Rasthaus zu sehen. Bei der Ausstellung „Mehr als 50 Jahre kreativ“ von Paul Winz im Rathaus zeigten sich die Gäste bei der Eröffnung angetan von der Vielfalt der Kunstwerke.
Noch bis zum 30. Juni ist die Ausstellung der Werke von Paul Winz im Rasthaus zu sehen. Bei der Ausstellung „Mehr als 50 Jahre kreativ“ von Paul Winz im Rathaus zeigten sich die Gäste bei der Eröffnung angetan von der Vielfalt der Kunstwerke. Foto: Sigrid Terstegge

Ein halbes Jahrhundert Kunstschaffen. „Ich habe nie nach einem Stil oder einer Marke gesucht.

In Altenberge ist Winz hauptsächlich als Bildhauer bekannt, aber die Ausstellung zeigt auch Werke aus seinen frühen Jahren. Dazu gehören viele Bilder, die er gezeichnet und gemalt hat mit den unterschiedlichsten Materialien. „Das war die Zeit des Sehenlernens. Da habe ich stundenlang vor einer Tulpe gesessen und die kleinsten Details angeschaut“, erinnert sich Winz. Jedenfalls freut er sich, mit der Ausstellung über mehrere Etagen im Rathaus auch mal seine andere künstlerische Seite zeigen zu können.

Es soll auch Mut machen, einfach zu beginnen und den befreienden Prozess des Schaffens zu erleben. „Man darf sich nur nicht damit blockieren, dass man unbedingt Kunst machen will“, betonte Winz.

Im normalen Leben muss meistens nach irgendeinem Plan gehandelt werden, aber in der Kunst kann man einfach seiner Kreativität freien Lauf lassen. Und das ginge noch in jedem Alter, so Winz. Einen Stift gebe es immer. Er habe auch oft einfach so aus dem Unbewussten heraus etwas „dahingemacht“ und es seien spannende Dinge daraus geworden.

Mit dem Begriff „Kunsterziehung“ ist Winz nicht so zufrieden. „Es ist eher so, dass Kreativität trainiert werden kann, aber man kann nicht zu Kunst erziehen oder lernen“, unterstrich er seine Auffassung. Früher habe die Gesellschaft und die Geschichte entschieden, was Kunst wurde. Heute sei es so, dass die Kinder ihm zurufen „wir machen jetzt Kunst“.

Eigentlich hatte Paul Winz noch vorgehabt, kleine Zettelkästen einzurichten, in die die Betrachter Vorschläge für Titel hätten einwerfen können. Denn Titel wird man nicht finden. „Jeder Besucher soll sich selber Gedanken machen, an was ihn ein Objekt oder Bild erinnert“, empfahl Winz, der sich mit einem Augenzwinkern als Kreativtrainer im Ruhestand bezeichnet. Bis zum 30. Juni können die Werke noch zu den Rathaus-Öffnungszeiten angeschaut werden.

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