Bronzemodell
So wie früher

Altenberge -

Ein Bronzemodell von Altenberge um 1950 wurde auf dem Kreisverkehr am „Schild“ aufgestellt. Die Idee dazu hatte der Heimatverein.

Sonntag, 25.06.2017, 16:06 Uhr

Franz Müllenbeck (r.), Vorsitzender des Heimatvereins, erläuterte die Hintergründe zur Entstehung des Modells. Josef Köster (2.v.r.) schuf zunächst ein Holzmodell. Das wurde dann als Bronzemodell gegossen. Bürgermeister Jochen Paus (3.v.r) lobte den Einsatz des Heimatvereins.
Franz Müllenbeck (r.), Vorsitzender des Heimatvereins, erläuterte die Hintergründe zur Entstehung des Modells. Josef Köster (2.v.r.) schuf zunächst ein Holzmodell. Das wurde dann als Bronzemodell gegossen. Bürgermeister Jochen Paus (3.v.r) lobte den Einsatz des Heimatvereins. Foto: Terstegge

Eines muss nach Ansicht des Heimatvereines einmal klar gestellt werden – der Platz am Kreisverkehr mitten im Ort soll wieder „Am Schild“ heißen. So war es früher auch. Und wie es dort ausgesehen hat, ehe zahlreiche Häuser abgerissen und die Straßen verbreitert wurden, kann seit dem vergangenen Wochenende jeder Bürger sehen und vor allen Dingen fühlen. Ein Bronzemodell im Maßstab 1:500, gestiftet vom Heimatverein, zeigt den Ort etwa im Jahr 1950.

„Schon früher war hier ein Treffpunkt für Jugendliche, für Anwohner, und es stand ein Schwarzes Brett dort für Bekanntmachungen“, beschrieb Franz Müllembeck , Vorsitzender des Heimatvereins, die Bedeutung des Platzes. Dann sollte eine breite Straße von Münster nach Enschede gebaut werden. Unter anderem kam ein Holzschuppen weg, die Wohnung des Dorfpolizisten, der gepflegte Bauerngarten von Grotemeyer musste weichen. „Es gab am Schild auch eine Wasserpumpe, an der die Altenberger damals Wasser holten, wenn ihre hauseigenen Brunnen wegen Trockenheit nichts mehr hergaben“, erinnerte Müllenbeck.

Vor drei Jahren etwa hatten Bernhard Gerdes , Felizitas Plettendorf, Paul Hagelschur und Walter Hullerum vom Heimatverein die Idee, einmal der Bedeutung der alten Straßennamen intensiv nachzugehen. Daraus entstand schließlich mit Hilfe des pensionierten Schreinermeisters Josef Köster in mehreren Hundert Stunden Arbeit ein Holzmodell. Das wurde dann von der Kunstgießerei Schwab in Nienberge als Bronzemodell gegossen.

„Warum soll nicht auch eine kleine Gemeinde in Bronze verewigt werden?“, fragte Bürgermeister Jochen Paus in seinem Grußwort. In Münster gibt es ebenfalls zwei Bronzemodelle der Stadt von der gleichen Gießerei. Paus dankte dem Heimatverein für das riesige Engagement, der im ganzen Ort Heimatgeschichte pflegt. Beim Kreisverkehr „Am Schild“ jedenfalls stehen neben dem Modell auch drei Bänke, auf denen man gemütlich wieder ein Schwätzchen halten kann. So wie früher.

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