1800 Mitarbeiter
Grünes Licht für Expansion

Altenberge -

Die Firma Schmitz Cargobull kann sich südlich in Richtung Havixbeck erweitern. Einer entsprechenden Änderung des Regionalplans stimmte der zuständige Regionalrat mehrheitlich zu, der nun dem Unternehmen an der Siemensstraße einen Besuch abstatte. Derzeit sind dort rund 1800 Mitarbeiter beschäftigt.

Donnerstag, 29.06.2017, 19:06 Uhr

Der Regionalrat besuchte die Schmitz Cargobull AG. Begrüßt wurden sie von Finanz-Vorstand Andreas Busacker (8.v.r.) und vom Altenberger Werkleiter Olaf Schütte (5.v.r.).
Der Regionalrat besuchte die Schmitz Cargobull AG. Begrüßt wurden sie von Finanz-Vorstand Andreas Busacker (8.v.r.) und vom Altenberger Werkleiter Olaf Schütte (5.v.r.). Foto: mas

130 Auflieger verlassen derzeit täglich das Altenberger Werk der Schmitz Cargobull AG . 1800 Mitarbeiter sind rund um die Siemensstraße beschäftigt, konzernweit sind es 6300 Angestellte. Aktuell wird am Standort sogar im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet. Die Lage von Schmitz Cargobull ist derzeit offenbar sehr gut. Diesen Eindruck erhielten die Mitglieder des Regionalrats des Münsterlandes während einer Betriebsbesichtigung in Altenberge. Werkleiter Olaf Schütte und Andreas Busacker , Vorstand Finanzen, hinterließen bei den Mitgliedern des Regionalrates zum Teil staunende Gesichter. Auch Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke und Vize-Regierungspräsentin Dorothee Feller gehörten zu den Besuchern.

Dass der Regionalrat am Mittwochnachmittag einen Abstecher zum größten Arbeitgeber in Altenberge machte, hatte einen guten Grund: In seiner Sitzung am Montag hatte er die Weichen für eine Erweiterung von Schmitz Cargobull gestellt. Bevor sich das Unternehmen südlich in Richtung Havixbeck ausdehnen kann, muss der Regionalplan Münsterland für einen Teilbereich in Altenberge geändert werden. Dieses Prozedere wird nun in Angriff genommen. Den entsprechenden Beschluss fasste der Regionalrat einstimmig.

Acht Hektar stehen zur Disposition, die derzeit noch landwirtschaflich genutzt werden. Mit der Änderung des Regionalplans rechnet Bürgermeister Jochen Paus noch in diesem Jahr, sodass die Gemeinde anschließend mit der Bauleitplanung beginnen kann.

Das wird im Hause Cargobull mit Freude aufgenommen worden sein. Schließlich steht Expansion auf der Tagesordnung, wie Werkleiter Olaf Schütte betonte: „Wir planen größere Investitionen am Standort Altenberge.“ Doch es muss erst Platz geschaffen werden, um die Pläne umsetzen zu können. Und die Liste der Vorhaben ist lang, wie Olaf Schütte sagte. Sie reicht von zusätzlichen Produktionsflächen, über Mitarbeiterparkplätze bis hin zu Hallen für die Fahrzeugmontage. Ebenfalls sei unter anderem der Neubau eines Anlieferungszentrums und eine Erweiterung des Bereichs für die Abholer von Neufahrzeugen geplant.

Zurück zu den Zahlen: Nach Auskunft von Andreas Busacker sind an den Standorten Altenberge, Vreden und Horstmar insgesamt 300 Auszubildende beschäftigt – darunter 42 in Altenberge. Einen Fachkräftemangel kann Andreas Busacker bislang nicht feststellen: „Noch haben wir kein Problem, Nachwuchskräfte zu bekommen.“ Gerade Altenberge sei für Schmitz Cargobull als Entwicklungsstandort von „großer Bedeutung“.

Und falls ein Regionalratmitglied einen Auflieger kaufen möchte, kennt er nach dem Cargobull-Abstecher auch den Preis: rund 25 000 Euro. Dann fehlt allerdings noch die Zugmaschine.

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