Letzter Entlassjahrgang der Ludgeri-Hauptschule
Den Aufbruch wagen

AltenbergE -

Entlassfeiern mit Abschlussjahrgängen gehören zum Schulalltag. Dennoch war der Abschied von den zehnten Klassen für die Ludgeri-Hauptschule in Altenberge ein besonderes Ereignis. Denn für die Schule gibt es keinen Alltag mehr.

Freitag, 30.06.2017, 19:06 Uhr

Ein letztes Mal wurde ein Abschlussjahrgang an der Ludgeri-Hauptschule verabschiedet. 33 Schüler nahmen am Freitag ihre Abschlusszeugnisse entgegen.Musikalisch  begleiteten Wiebke Doliner (l.), Joelle Nergenau und Lehrerin Christina Neißer (r.) die Abschlusszeremonie.
Ein letztes Mal wurde ein Abschlussjahrgang an der Ludgeri-Hauptschule verabschiedet. 33 Schüler nahmen am Freitag ihre Abschlusszeugnisse entgegen.Musikalisch  begleiteten Wiebke Doliner (l.), Joelle Nergenau und Lehrerin Christina Neißer (r.) die Abschlusszeremonie. Foto: Rainer Nix

Nicht nur 33 Schüler ließen am Freitag einen wichtigen Abschnitt ihres Lebens hinter sich ließen, die Ludgeri-Hauptschule schließt nun endgültig ihre Pforten. „Im April 2013 erhielt die Gemeinde aufgrund einer erneut geringen Anmeldezahl von zehn Schülern von der Bezirksregierung die Aufforderung, die Schule auslaufend aufzulösen“, erläuterte Bürgermeister Jochen Paus in seiner Ansprache.

Zuvor gratulierte er allen Absolventen im Namen der Gemeinde: „Ihr habt euer großes Ziel erreicht und könnt nun stolz darauf sein, was ihr geschafft habt.“ Elf Schüler haben bereits einen Ausbildungsvertrag unterschrieben, 22 besuchen eine weiterführende Schule. „Der Gemeinde Altenberge war die Ludger-Hauptschule immer besonders wichtig“, versicherte Paus. Deshalb sei es schade, dass dieser Schulform keine Zukunftsperspektive gegeben würden.

Ludgeri-Hauptschule: 33 Schüler entlassen

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  • Es ist kein alltägliches, sondern ein besonderes Ereignis an der Ludgeri-Hauptschule. Die Entlassfeier war für die 33 Schüler der Abschluss eines wichtigen Kapitels, für die Schule schließt sich das Buch, sie läuft mit Ende dieses Schuljahres aus. Foto: Rainer Nix
  • Es ist kein alltägliches, sondern ein besonderes Ereignis an der Ludgeri-Hauptschule. Die Entlassfeier war für die 33 Schüler der Abschluss eines wichtigen Kapitels, für die Schule schließt sich das Buch, sie läuft mit Ende dieses Schuljahres aus. Foto: Rainer Nix
  • Es ist kein alltägliches, sondern ein besonderes Ereignis an der Ludgeri-Hauptschule. Die Entlassfeier war für die 33 Schüler der Abschluss eines wichtigen Kapitels, für die Schule schließt sich das Buch, sie läuft mit Ende dieses Schuljahres aus. Foto: Rainer Nix
  • Es ist kein alltägliches, sondern ein besonderes Ereignis an der Ludgeri-Hauptschule. Die Entlassfeier war für die 33 Schüler der Abschluss eines wichtigen Kapitels, für die Schule schließt sich das Buch, sie läuft mit Ende dieses Schuljahres aus. Foto: Rainer Nix
  • Es ist kein alltägliches, sondern ein besonderes Ereignis an der Ludgeri-Hauptschule. Die Entlassfeier war für die 33 Schüler der Abschluss eines wichtigen Kapitels, für die Schule schließt sich das Buch, sie läuft mit Ende dieses Schuljahres aus. Foto: Rainer Nix
  • Es ist kein alltägliches, sondern ein besonderes Ereignis an der Ludgeri-Hauptschule. Die Entlassfeier war für die 33 Schüler der Abschluss eines wichtigen Kapitels, für die Schule schließt sich das Buch, sie läuft mit Ende dieses Schuljahres aus. Foto: Rainer Nix

„Träume – Lebensträume – den Aufbruch wagen“ wählten die scheidenden Hauptschüler zum Thema des Gottesdienstes. „Ihr wünscht euch ein gutes Miteinander Zuhause, auf der Arbeit und in der Schule, weniger Leistungsdruck, eine friedvolle Welt, und nicht zuletzt eine sichere Zukunft“, sagte Schulleiterin Regina Kumpf. „Auf dem Weg dahin haben euch eure Lehrerinnen und Lehrer angeleitet.“ Die Pädagogin dankte ausdrücklich dem Förderverein für seine Arbeit.

„Als wir Eltern entschieden, unsere Kinder auf diese Schule zu schicken hatten wir unsere Zweifel“, sagte die Schulpflegschaftsvorsitzende Natascha Bahns . Doch nun sei ihnen klar, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Das Verhältnis zwischen Schüler- und Lehrerschaft sei geradezu freundschaftlich gewesen. Bahns: „Ihr findet euren Weg.“

„Es waren sechs schöne Jahre mit mehr Höhen als Tiefen“, resümierten die Schülervertreter Wickie Madl, Wiktoria Mosiadz, Lena Schwabe und Nils Stahlhut. Sie erinnerten an Streiche, Spaghetti-Kochkünste, kleine Ausrutscher beim Rechnen und Weiteres. Die Liste war lang. Die Lehrer bekamen jeweils ein persönliches Geschenk überreicht.

Zur Unterhaltung spielten Wiebke Doliner, Joelle Nergenau und Lehrerin Christina Neißer mit Flöten und Gitarren den „Skye Boat Song“. Lehrkraft Ritva Bönisch sang zusammen mit Eileen Eickholt, Doliner und Neißer „Ein Hoch auf uns…“.

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