Drei-Kontinente-Lauf
Kindern eine Chance geben

Altenberge -

Am 26. August findet der neunte Berglauf statt – und erneut steht die Veranstaltung im Zeichen der Solidarität. Im Rahmen der Veranstaltung kann für drei soziale Projekte gespendet werden. Dazu gehört auch der Freundes- und Förderkreis von Pater Joy, den Edith und Rolf Lindemann unterstützen.

Freitag, 11.08.2017, 18:08 Uhr

Edith und Rolf Lindemann (unten) engagieren sich seit vielen Jahren für das Kinderdorf „NEST“ in Bangalore (Indien). Im Rahmen des Projektes wurde unter anderem eine neue Schule gebaut.
Edith und Rolf Lindemann (unten) engagieren sich seit vielen Jahren für das Kinderdorf „NEST“ in Bangalore (Indien). Im Rahmen des Projektes wurde unter anderem eine neue Schule gebaut. Foto: Lindemann

In exakt zwei Wochen, am 26. August (Samstag), steht wieder das besondere Altenberger Sportereignis an: Der Berglauf, mittlerweile in seiner neunten Auflage. Zwar steht in erster Linie der sportliche Charakter im Mittelpunkt – doch seit drei Jahren geht es noch um einen ganz besonderen Aspekt – der „3-Kontinente-Spendenlauf“ gehört zum festen Programmteil dazu. Die Teilnehmer des Berglaufes laufen nicht „nur“, sondern sind nebenbei auch für den guten Zweck unterwegs – und zwar in Form einer Spende für drei soziale Zwecke. Das erfolgt auf freiwilliger Basis – und auch Nichtläufer dürfen hier mitmachen. In einer Serie stellen die WN die drei Projekte vor und blicken darauf, was sich in den vergangenen Jahren getan hat. Heute: „Der Freundes- und Förderkreis Pater Joy“ (Indien).

Viele Altenberger haben Pater Joy kennengelernt, als er von 2000 bis 2009 in St. Johannes Baptist arbeitete. Seit 2013 ist der Geistliche Direktor von „ Fidesindia “, eine Organisation, die vor acht Jahren das Kinderdorf „NEST“ gegründet hat. Und dieses wird seit 2013 vom Freundeskreis Pater Joy unterstützt. „Das Geld kommt ohne Abzüge direkt den Menschen vor Ort zugute“, sagen Edith und Rolf Lindemann , die bereits zwei Mal in Indien waren, um sich hautnah über die Arbeit zu informieren. Das „NEST“ befindet sich in der Nähe der Elf-Millionen-Stadt Bangalore. Auch eine Schule wurde im Zuge des Projektes errichtet.

Besonders die Wasser-Problematik hat sich in den vergangenen Jahren verbessert: Bis vor Kurzem musste das Wasser mit dem Lkw angeliefert werden. „Und das war sehr teuer und bedeutete einen erheblichen Kostenfaktor“, berichtet Rolf Lindemann. Doch das gehört jetzt der Vergangenheit hat. Auf Initiative von Pater Joy und mit finanzieller Hilfe des Freundkreises wurden Brunnen gebohrt, die jetzt das Wasser aus bis zu 40 Metern Tiefe fördern. In großen Tanks, die auf den Dächern der Gebäude installiert wurden, wird das Wasser gespeichert und bei Bedarf „angezapft“ – sei es beispielsweise zum Waschen oder zur Essenszubereitung.

Doch nicht nur dafür: Auch die Bewässerung des eigenen Nutzgartens ist nun einfacher, freut sich Edith Lindemann. Außerdem benötigen die Tiere – Schweine, Enten und Hühner – genügend Wasser. Lindemann weiter: „Es geht jedoch nicht nur um die Selbstversorgung. Die Kinder übernehmen auch Verantwortung, wenn sie sich um die Tiere kümmern.“

Im „NEST“ werden aktuell 45 Kinder im Alter von drei bis 14 Jahren (Waisen oder Halbwaisen beziehungsweise sozial Benachteiligte) betreut, die auch im Kinderdorf zur Schule gehen. Da es sich um eine Privatschule handelt, gibt es keine staatliche Unterstützung, erläutern die Lindemanns. Deshalb ist „Fidesinida“ auch auf Spenden angewiesen. Zudem können Patenschaften übernommen werden.

Kinder, die im „NEST“ aufgenommen werden, haben Glück. „Sie hätten nie die Chance, eine staatliche Schule zu besuchen“, sagt Rolf Lindemann. Unter den 45 Mädchen und Jungen lebt auch ein Kind, das auf einer Müllkippe gefunden wurde. „Das kommt durchaus vor“, ergänzt Edith Lindemann. „Leider“, fügt die Altenbergerin an, die seit 2013 mit ihrem Mann zu den Gründungsmitgliedern des Freundeskreises gehört. Die Schulausbildung, eine wichtige und herausfordernde Aufgabe des Kinderdorfes. Die Mädchen und Jungen kommen aus ganz verschiedenen Landesteilen – und da es in Indien 21 offizielle Amtssprachen gibt, müssen die Mädchen und Jungen sich auf eine einigen – im „NEST“ wird Englisch gesprochen, erzählt Edith Lindemann.

Obwohl das Projekt in Indien von Missionaren gegründet wurde, spiele die Religion bei der Aufnahme im Kinderdorf keine Rolle, berichten Rolf und Edith Lindemann. „Es geht um die soziale Verantwortung“, betonen die beiden Altenberger.

 

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