Schützengesellschaft Westerode
Schwierige Suche nach Vorsitzendem

Nordwalde -

Die Suche nach einem neuen Vorsitzenden kann sich schon mal schwierig gestalten. Diese Erfahrung machte nun die Schützengesellschaft Westerode. Ein paar Namensvorschläge wurden bei der Jahreshauptversammlung gemacht, doch keiner der Genannten wollte. Erst der nicht anwesende Martin Henke erklärte sich bereit, zu kandidieren.

Sonntag, 04.03.2018, 14:03 Uhr

Der alte und neue Vorstand der Schützengesellschaft Westerode. Die Wahl des Vorsitzenden war alles andere als einfach. Der nicht anwesende Martin Henke ließ sich schließlich am Telefon überreden.
Der alte und neue Vorstand der Schützengesellschaft Westerode. Die Wahl des Vorsitzenden war alles andere als einfach. Der nicht anwesende Martin Henke ließ sich schließlich am Telefon überreden. Foto: ter

Ein Schützenverein hat es schon schwer. Alle wollen gerne das Schützenfest feiern, aber ohne Vorsitzende und Schützenkönige geht es halt nicht. Bei der Generalversammlung der Schützengesellschaft Westerode standen Wahlen an und es waren Vorschläge eingegangen, die Bedingungen für den Junggesellen- und den Schützenkönig zu verbessern. Die Wahl des Vorsitzenden gestaltete sich schwierig.

Die Telefone glühen

Insgesamt hatten sich 83 Mitglieder am Samstag im Restaurant Rhodos versammelt. Der Posten des Vorsitzenden stand auf der Wahlliste. Eine Handvoll Namensvorschläge wurden in die Runde geworfen. Bei der Abfrage, ob sie sich zur Wahl stellen würden, lehnten alle rundweg ab. Also wurde eine Pause von zehn Minuten eingeschoben, in der noch einmal alle Anwesenden in sich gehen sollten. Auch die Telefone glühten.

Nach der Pause gab es immer noch keinen Freiwilligen im Saal. Aber der abwesende Kassierer Martin Henke stellte sich zur Verfügung. „Er hat gesagt, dass es nicht sein darf, dass kein Vorsitzender gefunden wird“, verkündete Junggesellenkönig Peter Reckenfeld, der mit ihm telefoniert hatte. Jetzt musste aber auch ein neuer Kassierer gefunden werden. Und wieder wollte niemand im Saal, aber der nicht anwesende Stefan Breuer erklärte sich bereit.

100-Prozent-Zustimmung wirft Fragen auf

Der Posten des Beisitzers schien dann nicht so unbeliebt zu sein. Hier stellten sich Nico Becks, Alfred Wetter und Jan Brinkmann zur Wiederwahl, der abwesende Christian Grond wurde ebenfalls zum Beisitzer gewählt. Bei der 100-prozentigen Zustimmung zu Grond mit 83 „Ja“ wurde im Saal laut eine Zählpanne vermutet. Es fehle mindestens eine Enthaltung, so wie bei den anderen. Auch wenn Politiker manchmal bei Abstimmungen für sich selber mit „Ja“ stimmen, so enthalten sich Schützen regelmäßig bei der Wahl. Allerdings kann sich ein nicht im Saal befindlicher Beisitzer auch nicht enthalten, wurde dem Protestierer erklärt.

Beim Königsgeld für die Junggesellen eine Erhöhung durchzubringen, gelang nicht. Der Junggesellenkönig bekommt vom Verein 450 Euro. Der Vorschlag, die Beitragserhöhung von zwei Euro (insgesamt etwa 900 Euro) zusätzlich für den Junggesellenkönig, wurde abgelehnt. „Es ist wichtiger, die Kasse des Vereins zu stabilisieren“, unterstrich der derzeitige Junggesellenkönig Reckenfeld. Außerdem sei es nicht so teuer, wie immer behauptet werde.

Viele Helfer erwünscht

Im Jahresbericht zeigte sich der scheidende Vorsitzende Mathias Grummel zufrieden. Bis auf das Kinderschützenfest seien alle Veranstaltungen gut besucht gewesen. Anfang Mai zum Schützenfest (5. bis 7. Mai) wünschte er sich wieder viele Helfer aus den Reihen der Mitglieder.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5565437?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Sieg für Boris Johnson: Entscheidung für eine Mogelpackung
Kommentar zur Parlamentswahl in Großbritannien: Sieg für Boris Johnson: Entscheidung für eine Mogelpackung
Nachrichten-Ticker