FDP: Zahlreiche Projekte zurückstellen
Bürger werden zu spät informiert

AltenbergE -

Aufgrund der Haushaltslage sollen nach Ansicht der FDP zahlreiche Projekte gestrichen oder zurückgestellt werden. Der Umbau des Marktplatzes gehört auch dazu.

Donnerstag, 15.03.2018, 19:03 Uhr

Die Umgestaltung des Marktplatzes sollte nach Ansicht der Freidemokraten zunächst gestrichen werden.
Die Umgestaltung des Marktplatzes sollte nach Ansicht der Freidemokraten zunächst gestrichen werden. Foto: mas

Geht es nach dem Willen des FDP-Ortsvereins, sollte die Umgestaltung des Marktplatzes „bis auf Weiteres komplett aus der Planung gestrichen werden“, sagen FDP-Vorsitzender Jochen Hüsing und sein Stellvertreter Wim Heimbeck. Zwar sind die Freidemokraten seit der vergangenen Kommunalwahl nicht mehr im Gemeinderat vertreten, dennoch verfolgen sie die Arbeit der anderen Parteien und der Verwaltung sehr genau und sind nicht gerade erfreut über die derzeitigen Ergebnisse.

Wenig Verständnis zeigt die FDP für den eingeschlagenen Weg der Gemeindeverwaltung, erst im Mai Eckdaten für ein Sparpaket vor dem Hintergrund zurückgehender Gewerbesteuereinnahmen vorzulegen. „Warum dauert das so lange?“, fragt sich Jochen Hüsing. „Anstatt mit den Bürgern gemeinsam zu diskutieren und die Lage transparent zu machen, zieht man sich lieber ins ´stille Kämmerlein´zurück und lässt die Bürger im Ungewissen.“ Bekanntlich geht die Gemeinde in diesem Jahr von Gewerbesteuereinnahmen nur noch in Höhe von etwa vier Millionen Euro aus – das sind rund 7,1 Millionen Euro weniger als bei Aufstellung des Haushalts 2018 angenommen.

Nicht nur den Marktplatzumbau halten die beiden FDP-Politiker für unnötig. Auf die vorläufige Streichliste gehörte ihrer Ansicht auch der Neubau des Rathauses. „Eventuell können Räume in den Schulen als Zwischenlösung genutzt werden“, so der Vorschlag von Hüsing und Heimbeck.

Außerdem sollte der Rückbau der Boakenstiege und der Bahnhofstraße bis auf Reparaturarbeiten zurückgestellt werden – so sollte auch mit dem geplanten Kreisverkehr im Zuge des Neubaus einer Rettungswache an der Laerstraße verfahren werden, meint das FDP-Führungsduo.

Doch nicht an allen Ecken und Enden möchte die FDP den Rotstift ansetzen: „Der Breitbandausbau muss weitergeführt werden, da hier die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde Altenberge gewahrt werden muss“, sagt Wim Heimbeck. „Wir brauchen neue Unternehmen in Altenberge im speziellen Dienstleistungsunternehmen, die hier stark unterrepräsentiert sind, und eine gute Internetanbindung.“

Bereits jetzt sei klar, dass auf die Bürger Mehrbelastungen zukommen. Die beiden FDP-Mitglieder weisen in diesem Zusammenhang auf die Erhöhung der Kanalanschlusskosten hin. Zudem habe Bürgermeister Jochen Paus bereits angekündigt, dass die Abwassergebühren „nicht zu halten sind“, so Hüsing und Heimbeck abschließend.

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