UWG-Antrag zur Ortskernumgestaltung
Nach Alternativen suchen

Altenberge -

Die UWG kann sich mit den Plänen zur Umgestaltung des Ortskerns nicht anfreunden. So solle der Umbau des Marktplatzes auf ein Minimum reduziert werden. Die Boakenstiege soll zunächst unverändert bleiben.

Samstag, 14.04.2018, 12:04 Uhr

 
  Foto: mas

Geht es nach dem Willen der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), soll der Umbau der Boakenstiege zunächst zurückgestellt werden. „Hier muss neu überlegt werden“, heißt es in einem Antrag der beiden UWG-Ratsmitglieder Helma Reer und Peter Nemitz . Sie sprechen sich dafür aus, „kurzfristig Alternativen aufzuzeigen“. Kritisiert wird unter anderem, das die topografische Lage bei der Neuplanung der Boakenstiege – insbesondere die beabsichtigte Stärkung des Fuß- und Radverkehrs – nicht genügend berücksichtigt werde.

Zum Hintergrund: Aufgrund der drastischen Einbrüche bei der Gewerbesteuer und durch den vorgestellten Entwurf des Ingenieur-Büros Bockermann und Fritze, den die UWG kritisiert, habe man die Gestaltung der Ortsmitte „neu bewertet“. Die Ziele des Gemeindeentwicklungskonzeptes „Altenberge 2030“ würden nach Ansicht der UWG in vielen Punkten verfehlt. Dazu gehöre auch die Gestaltung des Marktplatzes. Dieser solle „kostengünstig“ umgebaut werden. Folgende Veränderungen sollten vorgenommen werden: Der Eingangsbereich in Höhe Sparkasse mit der Freitreppe, eine Verlegung der Parkplätze, eine ansprechende Pflasterung im Eingangsbereich sowie eine Verbesserung des Außenbereichs für das Café am K+K. „Der übrige Bereich soll so bleiben wie er ist“, so die UWG. Dann werde der Einzelhandel von Umsatzeinbußen durch lange Umbaumaßnahmen entlastet.

Wenig Freude bereiten der UWG die Pläne zur Umgestaltung der Bahnhofstraße. Die geschätzten Kosten von 2,2 Millionen Euro für den Umbau der Straße und des unteren Kreisverkehrs sei den Bürgern „nicht vermittelbar“, sagen Helma Reer und Peter Nemitz. Das Konzept müsse neu überdacht werden. Der UWG zufolge könne der Fuß- und Radweg auch einseitig entlang der Bahnhofstraße geführt werden, sodass genügend Platz für eine Baumreihe sei.

Zudem sei darüber zu diskutieren, ob der Kreisverkehr tatsächlich umgestaltet werden müsse.

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