Gemeinde weist auf Pflichten für Hundehalter hin
Vom Bußgeld bis zum Maulkorb

Altenberge -

Die Gemeindeverwaltung Altenberge weist alle Hundebesitzer eindringlich auf ihre Verpflichtungen als Hundehalter hin. In letzter Zeit häufen sich unter anderem die Meldungen, dass sich Hunde unbeaufsichtigt außerhalb der Grundstücke ihrer Hundehalter aufhalten und Radfahrer und Spaziergänger belästigen.

Freitag, 04.05.2018, 19:05 Uhr

Wer Hunde hält, muss sich an einige Pflichten halten.
Wer Hunde hält, muss sich an einige Pflichten halten.

Die Gemeindeverwaltung Altenberge weist alle Hundebesitzer eindringlich auf ihre Verpflichtungen als Hundehalter hin. „Zu den allgemeinen Pflichten nach dem Landehundegesetz gehört, dass Hunde so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen sind, dass von ihnen keine Gefahr für Leben und Gesundheit für Menschen und Tiere ausgeht“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen, dass sich Hunde unbeaufsichtigt außerhalb der Grundstücke ihrer Hundehalter aufhalten und Radfahrer und Spaziergänger belästigen. Auch sei es in mehreren Fällen zu Bissverletzungen anderer Hunde und auch Personen gekommen.

Die Gemeinde sieht sich veranlasst, alle gemeldeten Fälle entsprechend den Vorschriften des Landeshundegesetzes zu sanktionieren. Hierzu gehört unter anderem die Verhängung von Bußgeldern, die Anordnung zur Vorführung zu einem Verhaltenstest, die Anordnung zum Leinen- und Maulkorbzwang und in Wiederholungsfällen auch den Entzug des Hundes.

„Ärgerlich und absolut nicht akzeptabel ist es insbe-sondere in Bereichen von ausgewiesenen Fahrrad- und Spazierwegen und in bebauten Bereichen, wenn Mitbürger diese Wege aus Angst vor Hundeattacken nicht mehr nutzen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Zu den Vorschriften des Landehundegesetzes gehört weiterhin die Anzeige- und Mitteilungspflicht zur Haltung und zum Erwerb eines gefährlichen Hundes, beispielsweise der Rassen Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier und Bullterrier und deren Kreuzungen.

Die Anzeigepflicht gilt ebenfalls für Hunde bestimmter Rassen, zum Beispiel Alano, American Bulldog, Bull­mastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler, Old English Bulldog und Tosa Ino sowie deren Kreuzungen. Ebenso sind große Hunde, die ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindestens 40 Zentimeter und ein Gewicht von mindestens 20 Kilogramm erreichen, dem Ordnungsamt zu melden.

Für große Hunde gilt grundsätzlich außerhalb von privaten Grundstücken, innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf öffentlichen Straßen und Wegen und Plätzen eine Anleinpflicht.

Ein weiteres nicht hinnehmbares Ärgernis betrifft die Hinterlassenschaften von Hunden. Kot auf Bürgersteigen, Rad- und Fußwegen, Grünanlagen oder Spielplätzen sind nicht nur ekelerregend, sondern können auch gesundheitsschädlich sein. An vielen Stellen der Gemeinde wurden Spender für Hundekotbeutel aufgestellt, an denen Besitzer kostenlos Tüten entnehmen können.

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