E-Day auf dem Marktplatz
Tesla statt Dreckschleuder

Nordwalde -

Familie Brünen ist den Schritt schon gegangen: Sie hat ihren Diesel-Wagen gegen ein Elektroauto eingetauscht. Das werden noch viele tun, diese Meinung vertritt Till Burkhardt vom Verein „Energieland 2050“ beim E-Day der Gemeinde.

Montag, 18.06.2018, 12:16 Uhr

Sind seit Ostern in Besitz eines Teslas: Familie Brünen mit Sohn Marius, Mutter Birgit und Vater Andreas. Über die Anschaffung sagt Andreas Brünen: „Es gehört auch Idealismus dazu. Ein Tesla ist ja doch schon sehr teuer.“
Sind seit Ostern in Besitz eines Teslas: Familie Brünen mit Sohn Marius, Mutter Birgit und Vater Andreas. Über die Anschaffung sagt Andreas Brünen: „Es gehört auch Idealismus dazu. Ein Tesla ist ja doch schon sehr teuer.“ Foto: Vera Szybalski

Nicht zuletzt die Diesel-Krise hat den Ausschlag gegeben. „Das war eine notwendige Konsequenz“, sagt Andreas Brünen über den Schritt, den er mit seiner Familie an Ostern endgültig vollzogen hat: „Wir haben die Dreckschleuder gegen einen Tesla eingetauscht.“ Sprich: Den Diesel-Wagen gegen ein Elektro-Auto. Den Tesla hat der Altenberger am Samstag mit nach Nordwalde genommen. Beim E-Day der Gemeinde gibt er gerne Auskunft über seine Erfahrungen mit dem Auto. Und es sind einige Nordwalder auf den Marktplatz gekommen.

Das emissionsfreie Fahren und damit das gute Gewissen, das geräuschlose Gleiten, bei dem Unterhaltungen wie im Wohnzimmer möglich sind und die Beschleunigung – das ist Brünens Top drei der Vorteile des Autos. Dass sich die Familie für ein Modell des amerikanischen Herstellers Tesla entschieden hat, liegt vor allem an der Ladezeit und der Reichweite. Einmal in der Woche lädt Brünen das Auto auf. Das reicht, um damit täglich zu fahren, allerdings eher kürzere Strecken. Aber auch Langstreckenfahrten und Urlaube sind möglich. Das haben die Brünens schon erfolgreich getestet.

E-Day der Gemeinde auf dem Marktplatz

1/7
  • Auf dem Marktplatz dreht sich am Samstagmorgen vieles um Elektromobilität: E-Autos wurden beim E-Day der Gemeinde ebenso präsentiert wie E-Bikes oder E-Rollstühle. Aber auch über die Stromerzeugung und Stromspeicher konnten sich die Besucher informieren. Foto: Vera Szybalski
  • Auf dem Marktplatz dreht sich am Samstagmorgen vieles um Elektromobilität: E-Autos wurden beim E-Day der Gemeinde ebenso präsentiert wie E-Bikes oder E-Rollstühle. Aber auch über die Stromerzeugung und Stromspeicher konnten sich die Besucher informieren. Foto: Vera Szybalski
  • Auf dem Marktplatz dreht sich am Samstagmorgen vieles um Elektromobilität: E-Autos wurden beim E-Day der Gemeinde ebenso präsentiert wie E-Bikes oder E-Rollstühle. Aber auch über die Stromerzeugung und Stromspeicher konnten sich die Besucher informieren. Foto: Vera Szybalski
  • Auf dem Marktplatz dreht sich am Samstagmorgen vieles um Elektromobilität: E-Autos wurden beim E-Day der Gemeinde ebenso präsentiert wie E-Bikes oder E-Rollstühle. Aber auch über die Stromerzeugung und Stromspeicher konnten sich die Besucher informieren. Foto: Vera Szybalski
  • Auf dem Marktplatz dreht sich am Samstagmorgen vieles um Elektromobilität: E-Autos wurden beim E-Day der Gemeinde ebenso präsentiert wie E-Bikes oder E-Rollstühle. Aber auch über die Stromerzeugung und Stromspeicher konnten sich die Besucher informieren. Foto: Vera Szybalski
  • Auf dem Marktplatz dreht sich am Samstagmorgen vieles um Elektromobilität: E-Autos wurden beim E-Day der Gemeinde ebenso präsentiert wie E-Bikes oder E-Rollstühle. Aber auch über die Stromerzeugung und Stromspeicher konnten sich die Besucher informieren. Foto: Vera Szybalski
  • Auf dem Marktplatz dreht sich am Samstagmorgen vieles um Elektromobilität: E-Autos wurden beim E-Day der Gemeinde ebenso präsentiert wie E-Bikes oder E-Rollstühle. Aber auch über die Stromerzeugung und Stromspeicher konnten sich die Besucher informieren. Foto: Vera Szybalski

Während E-Autos anderer Hersteller nach Brünens Meinung noch nicht langstreckentauglich sind, hat Tesla mit Produktionspro­blemen bei seinem „Model 3“ zu kämpfen. Dieses Modell hat auch Familie Brünen reserviert, weil es mit der Lieferung aber noch dauern kann, hat sie aktuell ein Tesla „Model S“ als Übergangsauto.

Trotz der Kinderkrankheiten bei manchen Elektroautos ist Till Burkhardt überzeugt, dass die Brünens einen Schritt gegangen sind, den noch viele machen werden: den Umstieg auf Elektromobilität. „Ich bin mir ganz sicher, der E-Mobilität gehört die Zukunft. Ich denke, dass die Verbrennungsmotoren in den nächsten 20 bis 30 Jahren verschwinden werden“, sagt Burkhardt vom „Energieland 2050“.

Der Verein arbeitet eng mit dem Kreis Steinfurt zusammen und ist am Samstag mit einem Stand auf dem Marktplatz vertreten. Burkhardt hat eine Karte aufgehängt, auf der sich ablesen lässt, wo im Kreis es bereits Ladestationen für Elektroautos gibt, wie in Borghorst, Altenberge und Greven. Anders als in Nordwalde. Aber was nicht ist, kann noch werden. Auch Ladesäulen für zuhause oder integriert in Fahrradständer für E-Bikes werden beim E-Day präsentiert.

Neben Tesla-Autos konnten sich die Nordwalder am Samstag zudem einen Eindruck von den E-Autos von Nissan und Renault verschaffen. Dieter Erfmann von der gleichnamigen Fahrschule hatte seinen Elektro-Golf auf dem Marktplatz geparkt. Aber nicht nur für den Privatgebrauch geeignete E-Autos wurden präsentiert. Norbert Schröer warf einen Blick in die „Streetscooter“. Er will demnächst einen dieser Elektrotransporter für den Bauhof testen. Die Deutsche Post hatte den Streetscooter in Kooperation mit der RWTH Aachen entwickelt.

Aber auch wer lieber mit einem Fahrrad unterwegs ist, bekam am Samstag Elektro-Alternativen geboten. Vom Alltagsmodell über Lasten-E-Bikes bis Mountain-E-Bikes ließen sich auf dem Marktplatz verschiedene Fahrräder genauer inspizieren. Elektro-Rollstühle konnten die Besucher ebenfalls ausprobieren.

Vieles, aber nicht alles drehte sich um E-Mobilität. Auch in Sachen Energieberatung konnte man sich informieren lassen ebenso wie über unterschiedliche Photovoltaikanlagen, sogar eine für den Balkon. Denn klar ist auch: Wenn sich die E-Mobilität durchsetzt, wird viel Strom benötigt.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5830290?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Raffaela Busse arbeitete ein Jahr lang in der Antarktis
Leben und arbeiten bei minus 75 Grad Celsius: Raffaela Busse hat in der Antarktis viel erlebt und unvergessliche Eindrücke sammeln können.
Nachrichten-Ticker