Grüner Finger soll grün bleiben
Weitblick im Münsterland erhalten

Altenberge -

Den Ratsbeschluss von September 2015 dass die Gemeinde die Fläche am Bahnhofshügel (Grüner Finger) käuflich erwirbt, um dort eine Wohnbebauung zu entwickeln, hat die SPD mitgetragen. Jetzt geht die Sorge um, dass Altenberge mit einem solchen Wohnbaugebiet ein großen Stück Lebensqualität verliert.

Donnerstag, 09.08.2018, 17:40 Uhr

1031 Unterschriften von Altenberger Bürgern übergab Ulrike Reifig und Ronald Baumann Bürgermeister Jochen Paus. Der Wunsch: Eine umweltfreundliche Wohnbebauung des „Grünen Fingers“.
1031 Unterschriften von Altenberger Bürgern übergab Ulrike Reifig und Ronald Baumann Bürgermeister Jochen Paus. Der Wunsch: Eine umweltfreundliche Wohnbebauung des „Grünen Fingers“. Foto: Detlef Held

In einer von den Sozialdemokraten initiierten Unterschriftenaktion haben sich über 1000 Altenberger Bürger dagegen ausgesprochen, diesen Grüngürtel komplett mit Ein- und Zweifamilienhäusern, Reihenhäusern sowie Wohnungen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus zu nutzen.

Gestern übergaben die SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrike Reifig und der SPD-Ortsvorsitzende Ronald Baumann Bürgermeister Jochen Paus die Unterschriften und einen Antrag, die Grünstrukturen in diesem Bereich weitgehend zu belassen. „Wir möchten den Grünen Finger als eine Grün- und Aktionsfläche für Spiel, Sport und Kultur für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren mit Weitblick ins Münsterland erhalten“, heißt es in der Begründung des Antrages.

Daher soll die bauliche Entwicklung so gestaltet werden, dass in diesem Areal nur eine Randbebauung vorgenommen wird. Außerdem soll die Grünfläche unterhalb des Friedhofes als wohnortnaher grüner Bereich allen zugänglich bleiben. Zudem soll gewährleistet sein, dass der geplante Architekturwettbewerb auch den sozialen Wohnungsbau mit bezahlbarem Wohnraum wie auch Wohnkonzepte für Familien, Senioren und junge Menschen mit kleineren oder auch größeren Wohnungen berücksichtigt. In dem Zusammenhang soll auch geprüft werden, ob Fördermittel des Bundes und des Landes schon früh beantragt werden können.

Bürgermeister Jochen Paus machte deutlich, dass die Gemeinde inzwischen von 20 Grundstückseigentümern die erforderliche Fläche für rund sieben Millionen Euro erworben hat.

Im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs soll dann nach einer optimalen Lösung gesucht werden, um auf der etwa 100 000 Quadratmeter großen Fläche einerseits viel Grün zu erhalten, aber auch dem dringenden Wohnungsbedarf Rechnung zu tragen. „Aktuell gibt es lange Bewerberlisten für Baugrundstücke, die wir im Moment nicht bedienen können“, erklärte der Bürgermeister. „Die städtebaulichen Entwürfe werden im politischen Rahmen abzuwägen und zu entscheiden sein. Nach den Sommerferien werden die Gespräche beginnen“, sagt der Bürgermeister. Ulrike Reifig stellte fest, dass ihre Partei kompromissbereit sei, aber hoffe, dass das Areal in seiner Substanz als Naherholungsbereich ausgestaltet werden kann.

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