Die besondere Note des Berglaufs
Den roten Punkt im Blick

Altenberge -

Bereits zum vierten Mal kann im Rahmen des Altenberger Berglaufs für soziale Projekte gespendet werden – natürlich auf freiwilliger Basis. Am 25. August findet der Lauf durch das Hügeldorf statt. Edith Lindemann vom „Freundes- und Förderkreis Pater Pater Joy“ berichtet über die Situation im „NEST“ in Indien.

Mittwoch, 15.08.2018, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.08.2018, 19:00 Uhr
Edith Lindemann, Birgit Koch-Heite, Pfarrer Rogers und Paul Hagelschur (v.l.) hoffen auf viele Läufer, die sich den roten Punkt auf ihre Startnummer kleben und somit drei soziale Projekte unterstützen.
Edith Lindemann, Birgit Koch-Heite, Pfarrer Rogers und Paul Hagelschur (v.l.) hoffen auf viele Läufer, die sich den roten Punkt auf ihre Startnummer kleben und somit drei soziale Projekte unterstützen. Foto: mas

Aus dem örtlichen Veranstaltungskalender ist der Berglauf mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Am 25. August (Samstag) startet bereits die zehnte Auflage des beliebten „Altenberger Volksbank-Berglaufs“. Genauso nicht mehr wegzudenken ist der „rote Punkt“, der gegen eine freiwillige Spende an Infoständen des „3-Kontinente-Spendenlaufs“ auf dem Kirchplatz und bei der Startnummernausgabe zu erhalten ist.

Bereits zum vierten Mal haben in diesem Jahr die Teilnehmer Gelegenheit mit ihrem Lauf, soziale Projekte in der ganzen Welt zu unterstützen. In einer dreiteiligen Serie wird über die aktuelle Situation der jeweiligen Projekte berichtet. Den Auftakt macht der „Freundes- und Förderkreis Pater Joy“ (Indien).

Im „NEST“, einem Kinderdorf am Rande von Bangalore, erhalten Waisen und Halbwaisen ein neues Zuhause. Edith und Rolf Lindemann sowie Paul Hagelschur sind in Altenberge die Ansprechpartner des von Pater Joy geleiteten Projektes. Pater Joy arbeitete von 2000 bis 2009 als Kaplan in St. Johannes Baptist. 2013 wurde er Direktor der „FidesIndia Society“, einer Organisation, die von den Missionaren des Heiligen Franz von Sales gegründet wurde. Mit verschiedenen Programmen engagieren sich professionelle und ehrenamtliche Mitarbeiter, um insbesondere Bedürftige in den Dörfern und städtischen Slums zu helfen. Der Förderkreis beschränkt sich ausschließlich auf das „NEST“, sagt Edith Lindemann. Insgesamt werden dort derzeit 60 Kinder und Jugendliche betreut. „Schwerpunkt ist, dass die Kinder eine gründliche Schulausbildung erhalten“, berichtet Edith Lindemann. Doch damit endet die Unterstützung nicht. Schließlich sollen die Jugendlichen nach ihrer Schulzeit eine Ausbildung oder ein Studium beginnen können. Lindemann: „Auch dafür wird Geld benötigt.“

Doch der Förderkreis hat auch die Frauen im Blick, die dringend Unterstützung benötigen. „Wir möchten die Selbstständigkeit der Frauen auf dem Land fördern“, so Lindemann. „Das kommt dann auch den Kindern im ´Nest´ zugute.“ Die Frauen sollen die Möglichkeit erhalten, sich eine Existenzgrundlage aufzubauen, hofft der Förderkreis. Er werden Selbsthilfegruppen angeboten und Schulungen zu verschiedenen Themen durchgeführt.

Zudem setzen sich Edith und Rolf Lindemann, die im vergangenen Jahr das „NEST“ in Indien besucht haben, für eine Stärkung des Umweltbewusstseins ein. Der Wegwerfmentalität und der hohe Plastikanteil am Müll – zwei wichtige Aspekte, die thematisiert werden sollen, sagt das Trio aus dem Förderkreis. Zahlreiche Unterstützer gibt es auch dem Bereich Freckenhorst/Hoetmar, da Pater Joy nach seiner Tätigkeit in Altenberge dort gearbeitet hat.

Die Spenden kommen zu 100 Prozent im „NEST“ an, versichern das Ehepaar Lindemann und Paul Hagelschur, sodass das Geld den Waisen oder Halbwaisen ohne Abzüge zugute komme. Spendenquittungen sind über das Pfarrbüro von St. Johannes Baptist erhältlich. „Wir sind für jede Spende dankbar“, sagt Lindemann.

Für junge Menschen besteht zudem die Möglichkeit, im „NEST“ ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren.

 

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