Mosterei Post in der Bauerschaft Entrup hat Betrieb aufgenommen
Früher Schweine – heute Apfelsaft

Altenberge -

„Bis November wird gepresst“, sagt Matthias Post, der in der Bauerschaft Entrup vor Kurzem eine Mosterei betreibt.

Dienstag, 04.09.2018, 11:58 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 31.08.2018, 19:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 04.09.2018, 11:58 Uhr
Matthias Post überprüft die Äpfel an der Reinigungsanlage. Seine Frau Christiane und Tochter Daniela begutachten eine neue Apfellieferung. 
Matthias Post überprüft die Äpfel an der Reinigungsanlage. Seine Frau Christiane und Tochter Daniela begutachten eine neue Apfellieferung.  Foto: mas

Matthias Post steht an der Bürstenreinigungsanlage und schaut auf die Äpfel, die von links und rechts, von oben und unten auf Hochglanz poliert werden. Vielleicht nicht ganz, aber sie werden von allen Seiten „gründlich gereinigt“, sagt Post, „denn nur aus guten Ausgangsprodukten kann ein guter Saft hergestellt werden“. In einem Stall, in dem früher einmal Schweine ein- und ausgingen, ist vor Kurzum die Mosterei der Familie Post eingezogen. Dreh- und Angelpunkt ist die Reinigungsanlage, „die ich aus Österreich habe“, so Post. 700 Kilogramm Äpfel können maximal pro Stunde gereinigt werden, die dann etwa 500 Liter Saft ergeben.

Neue Mosterei

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  • In der Bauerschaft Entrup hat Matthias Post eine Mosterei eröffnet. Foto: mas
  • In der Bauerschaft Entrup hat Matthias Post eine Mosterei eröffnet. Foto: mas
  • In der Bauerschaft Entrup hat Matthias Post eine Mosterei eröffnet. Foto: mas
  • In der Bauerschaft Entrup hat Matthias Post eine Mosterei eröffnet. Foto: mas
  • In der Bauerschaft Entrup hat Matthias Post eine Mosterei eröffnet. Foto: mas
  • In der Bauerschaft Entrup hat Matthias Post eine Mosterei eröffnet. Foto: mas

Vor etwa zwei Jahren hatte Matthias Post, der im Hauptberuf als Chemie-Ingenieur bei der Firma Wessling in Altenberge arbeitet, die Idee, im Nebenerwerb eine eigene Mosterei zu betreiben. Die lange Vorlaufzeit war erforderlich, schließlich mussten zahlreiche Behörden ihre Zustimmung geben, um aus einem ehemaligen Schweinestall eine Mosterei zu machen. Ende April dieses Jahres lagen dann alle Genehmigungen vor, sodass der 44-jährige Matthias Post Anfang Mai in Eigenregie mit Unterstützung einiger Altenberger Firmen den Umbau startete. „Mitte Juli war dann alles einsatzbereit“, erzählt Post. Die ersten Äpfel laufen seitdem vom Band, von dort in die Presse und dann in große Tanks, bevor der Saft abgefüllt wird.

„Ich bin auf dem neuesten Stand der Technik“, sagt der Ingenieur, der von seiner Frau Christiane tatkräftig unterstützt wird.

„Jeder kann mit seinen Äpfeln vorbeikommen“, betont Matthias Post. „Wir haben keine Mindestmenge.“ Aber: Es mache schon Sinn, wenn mindestens 50 Kilogramm Äpfel angeliefert werden. Das ergibt dann etwa 35 Liter Apfelsaft. Aber: „Die Kunden sollen die Äpfel bringen, wenn sie reif sind. Genau deshalb geben wir keine Mindestmenge vor“, betont der 44-Jährige.

Aufgrund des heißen Sommers lauft die Mosterei bereits seit einigen Wochen auf Hochtouren. Post: „Bis November wird gepresst.“ Die ersten Sommeräpfel wurden schon verarbeitet. Aber: „Die Herbst- und Winteräpfel sind eigentlich besser geeignet“, sagt Matthias Post. Dass er in der Bauerschaft Entrup eine Mosterei betreibt, hat sich bereits weit über Altenberge hinaus herumgesprochen. Die Kunden kommen nicht nur aus der Heimat, sondern beispielsweise auch aus Nordhorn, Everswinkel und Hamm. Oder aus Münster. Von dort lieferten jüngst Mitglieder einer Schrebergartenkolonie eine Ladung Äpfel ab.

Ein wenig Forschung möchte der Ingenieur auch betreiben. Dazu hat er am Hof eine kleine Plantage mit 100 Bäumen angelegt. Dort wachsen 24 verschiedene Apfelsorten, die auch von den Kunden kostenlos probiert werden können. Dann wird sich zeigen, welche Sorten besonders gut schmecken und für diese Region besonders geeignet sind.

 

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