Pfarrerin Janine Hühne möchte dem Gemeindeleben Impulse geben
In der Gemeinde angekommen

Nordwalde/altenberge -

Janine Hühne, neue Pfarrerin der evangelischen Gemeinde, fühlt sich in Nordwalde und Altenberge wohl. Nach ihrem Amtsantritt hat sie bereits viele Gremien kennengelernt und neue Ideen vor Augen.

Freitag, 14.09.2018, 18:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 14.09.2018, 18:00 Uhr
Janine Hühne arbeitet seit zweieinhalb Monaten in der evangelischen Gemeinde Nordwalde/Altenberge und hat gerade im Bereich der Jugendarbeit einige Veränderungen geplant.
Janine Hühne arbeitet seit zweieinhalb Monaten in der evangelischen Gemeinde Nordwalde/Altenberge und hat gerade im Bereich der Jugendarbeit einige Veränderungen geplant. Foto: Rainer Nix

Am 1. Juli wurde Janine Hühne in der Nordwalder Christuskirche als neue Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde Nordwalde-Altenberge in ihr Amt eingeführt. Sie ist verheiratet, ihr Sohn ein Jahr alt und zwei Hunde komplettieren die Familie. Während der Sommerferien zogen die Hühnes von Fröndenberg im Kreis Unna nach Nordwalde. Seither ist nicht sehr viel Zeit vergangen, doch die Pfarrerin sagt: „Langsam fühle ich, dass ich angekommen bin.“ In den letzten zwei Monaten stand neben Urlaub nicht viel mehr als Einarbeiten auf dem Programm: „Jetzt beginnt die Phase in der ich anfangen kann, etwas zu gestalten“, sagt die 36-Jährige.

Ihre bisherigen Pfarrstellen in Fröndenberg und vertretungsweise in zwei Kirchengemeinden des Kreises Soest haben sie gelehrt, dass sich während der letzten Jahrzehnte viel verändert hat. „Kirche ist für die Menschen heute nicht mehr so selbstverständlich wie sie es einmal war“, erkennt Hühne, „wir müssen neue Wege finden, die Gläubigen zu erreichen.“ Sie denkt nicht, dass Glaube und Religiosität zurückgegangen sind. „Ich meine nur, dass Kirche im traditionellen Sinne nicht mehr in allen Belangen dazu passt, was die Menschen brauchen“. Eine Patentlösung, dies zu ändern, hat sie noch nicht gefunden.

„Menschen wünschen sich Sicherheit, ein Gefühl von Heimat“, beschreibt die Pfarrerin. Sie findet es ganz besonders wichtig, in der Kirche Heimatgefühl und Geborgenheit zu vermitteln. Zudem stünden die Gottesdienste mehr und mehr in Konkurrenz zu weiteren Angeboten, die allgemein am Sonntagmorgen gemacht würden. „Ich finde, wir brauchen ein anderes Format“, betont Hühne. Sie denkt ganz im urchristlichen Sinne an eine Zusammenkunft von Menschen, die gemeinsam Beten und Singen, sich im Glauben austauschen, aber auch zusammen Essen und Feiern. Es brauche möglicherweise mehr als die Ansprache von der Kanzel, vielleicht noch mehr ein diskutierendes Miteinander.

Sie hat in Nordwalde und Altenberge bereits zahlreiche Kontakte geknüpft und die Erfahrung gemacht, dass sich hier viele Menschen in der Gemeindearbeit engagieren. Sie seien letztlich auf der Suche nach einer geistlichen Heimat. Viel bedeutet ihr die Jugend- und Konfirmandenarbeit, die gerade wieder begann. „Ich freue mich sehr darauf, mit jungen Menschen etwas zu entwickeln“, betont die Pfarrerin. Darüber hinaus kommt viel Sitzungsarbeit auf sie zu, etwa im Presbyterium, dem Gemeinderat oder im Kuratorium des Pertheswerkes. „Die politische Gemeinde ist hier stark mit der Kirchengemeinde verknüpft“, stellt sie fest. Verstärkt möchte sich Hühne in die Arbeit mit Familien einbringen. So könnte sie sich Gruppentreffen vorstellen, ebenso wie einen Familien- beziehungsweise Kindergottesdienst sonntagnachmittags oder am frühen Abend. Sie sondiert ständig, was die Menschen sich wünschen.

Als sich Hühne für eine Laufbahn als Pfarrerin entschied, reizte sie auch die Vielseitigkeit dieses Berufes. Eigentlich strebte sie das Lehramt an, doch dies war ihr dann doch zu begrenzt. „Im Nachhinein bin ich überzeugt, mich berufen gefühlt zu haben und glaube, dass es einen göttlichen Plan gibt“. Während des Theologiestudiums begleitete die Pfarrerin ihrer Heimatgemeinde Hamm sie inspirierend. Im Vikariat stand ihr ebenfalls eine gute Mentorin zur Seite. „Während des Theologiestudiums wurde mir selbst noch einmal ganz deutlich, dass ich den richtigen Weg wählte“, erinnert sich Hühne. Sie ist überzeugt, dass die Menschen heute nicht weniger gläubig sind als in früheren Zeiten. „Wir als Seelsorger, als Kirche, sollten genau hinschauen, wo wir den Menschen begegnen und sie im Glauben mitnehmen können.“

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6049714?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
A1 nach Unfall bei Greven lange gesperrt
Reifen verloren: A1 nach Unfall bei Greven lange gesperrt
Nachrichten-Ticker