Pläne für Marktplatz-Umgestaltung vorgestellt
Sorge um Parkplätze

Altenberge -

Die Pläne zur Umgestaltung des Marktplatzes wurden im Rahmen einer Bürgerhaus vorgestellt. Sorgen machen sich die Anlieger unter anderem um die Parkplatz-Situation. Diese wird sich nach Auskunft der Gemeindeverwaltung allerdings im Umfeld des Marktplatzes von derzeit 45 auf 46 Pkw-Stellplätze erhöhen. Läuft alles nach Plan, könnte ab Mitte 2019 mit dem Umbau begonnen werden.

Donnerstag, 25.10.2018, 16:24 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.10.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 25.10.2018, 16:24 Uhr
Blickten auf die Umgestaltung des Marktplatzes (v.l.): Melanie Eiler, Lars Uebel, Carsten Lottner, Jochen Paus und Sebastian Nebel.
Blickten auf die Umgestaltung des Marktplatzes (v.l.): Melanie Eiler, Lars Uebel, Carsten Lottner, Jochen Paus und Sebastian Nebel. Foto: Lehmkuhl

Vor mehr als 40 Jahren erhielt der Marktplatz in Altenberge sein heutiges Gesicht. Im Zuge der geplanten Neugestaltung der Ortsmitte („Altenberge 2030“) sollen unter anderem die Boakenstiege und der Marktplatz den heutigen Anforderungen entsprechen. Am Dienstagabend stellten Melanie Eiler und Lars Uebel vom Landschaftsarchitekturbüro Scape aus Düsseldorf die Entwurfsplanung für die Neugestaltung des zentralen Platzes im Bürgerhaus vor.

Rund 20 Interessierte informierten sich, wie der Marktplatz künftig aussehen soll. Dabei wurde ein zentrales Problem deutlich: die Sorge um genug Parkplätze. Besonders die Altenberger Filiale der Kreissparkasse Steinfurt befürchte Einschränkungen für ihre Kurzzeit-Kunden, äußerte Martin Wenner vom Bankinstitut. „Aktuell befinden sich 43 Parkplätze im direkten Umfeld des Marktplatzes. Nach erfolgter Umgestaltung haben wir sogar einen Stellplatz mehr“, versuchte Sebastian Nebel von der Gemeinde die Gemüter zu beruhigen.

„Wir werden zuerst mit dem Umbau des Marktplatzes starten. Das wird, wenn der Zuwendungsbescheid des Landes rechtzeitig erteilt wird, in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres sein“, erläuterte Bürgermeister Jochen Paus . Die Bauzeit betrage je nach Witterung etwa sechs Monate. „Danach erfolgt der Umbau der Boakenstiege in zwei Bauabschnitten“, so Paus weiter.

Ziel der Neugestaltung des Marktplatzes sei, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Deshalb plant das beauftragte Landschaftsarchitekturbüro Scape beispielsweise eine Bürgerbank aus sogenanntem Stampfbeton, weitere Möblierung, eine nur aus wenigen Stufen bestehende Treppenanlage, Rampen, Pflanzbeete, Fahrradbügel und ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept. Das beinhaltet auch in den Boden eingelassene LED-Leuchten. die Bäume von unten anstrahlen.

Außerdem hat das Büro Scape ein Kinderspielgerät konzipiert, auf dem der Nachwuchs klettern, rutschen und auf Entdeckungsreise gehen kann. Als Highlight bezeichneten die Planer eine ebenfalls beleuchtete Fontäneninsel mit zehn Wasserdüsen, die anstelle der vorhandenen Skulptur errichtet wird. Die wiederum soll zum Kirchplatz umziehen.

Der Marktplatz erhält vor allem in puncto Pflasterung ein neues Gesicht: „Wir stellen uns chan­gie­rende sandsteinfarbene Pflastersteine im Fischgrätenverband vor“, blickten Melanie Eiler und Lars Uebel auf ihre Entwurfsplanung.

Carsten Lottner von der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, die das Projekt „Altenberge 2030“ begleitet, appellierte an die Bürger, die Chance zu nutzen, förderungsfähige Konzepte anzumelden: „Es ist noch Geld im Fördertopf vorhanden.“ Für jeden privat investierten Euro gibt das Land einen Euro dazu.

Einen Wermutstropfen hatte Bürgermeister Jochen Paus allerdings noch am Ende der Informationsveranstaltung zu verkünden: „Der geplante barrierefreie Ausbau unter den Arkaden ist von den betreffenden Eigentümern nicht gewünscht. Obwohl die Bezirksregierung eine Förderung für das Privatgelände in Aussicht gestellt hat, entfällt nun der Umbau an dieser Stelle.“

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