Autor Armin Pongs las, sang und schrieb mit Schülern der Borndalschule
„Krokofil“ animiert zum Lesen

Altenberge -

„Leseförderung ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit“, da sind sich Dörthe Plettendorf, Leiterin der Borndalschule, und Kinderbuchautor Armin Pongs einig. Am Mittwoch las der Schriftsteller den Schülern der dritten und vierten Klassen aus seinem Buch über „Krokofil“, das freundliche Krokodil, vor.

Mittwoch, 05.12.2018, 17:00 Uhr
Mit einer Schreibwerkstatt motivierte Armin Pongs die Schüler schriftstellerisch tätig zu werden. Die Kinder (kl. Bild) ließen sich vom Reinhorchen in eine Marmorschnecke inspirieren.
Mit einer Schreibwerkstatt motivierte Armin Pongs die Schüler schriftstellerisch tätig zu werden. Die Kinder (kl. Bild) ließen sich vom Reinhorchen in eine Marmorschnecke inspirieren. Foto: Rainer Nix

„Leseförderung ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit“, da sind sich Dörthe Plettendorf, Leiterin der Borndalschule, und Kinderbuchautor Armin Pongs einig. Am Mittwoch las der Schriftsteller den Schülern der dritten und vierten Klassen aus seinem Buch über „Krokofil“, das freundliche Krokodil, vor. In mehreren Bänden erfährt Krokofil viele Details über die wundersame Welt, so zum Beispiel im „Karussell der Farben“ oder bei der „Reise zur Spitze des Mondscheins“.

„Meine Arbeit ist von dem Bemühen getragen, Kinder, denen ich begegne, für das Lesen und Schreiben zu begeistern“, sagt Pongs. Er besuchte nach eigenen Angaben dafür bereits mehr als 1200 Schulen, um das Interesse an Literatur zu wecken.

Beim Zuhören blieb es in der Borndalschule nicht. In der anschließenden Schreibwerkstatt wurden die Schüler selbst kreativ. Es galt, eine Geschichte des Krokofils weiter zu erzählen. Allein ließ der Schriftsteller die kleinen Autoren natürlich nicht, denn er machte Vorgaben, anhand derer sie die Story weiterspinnen konnten. „Krokofil wünschte sich nichts sehnlicher als Prinzessin Anna-Lucia wiederzusehen“, hieß es da, „wie nur konnte er ins Land der schwarzen Augen gelangen, wo die Prinzessin jetzt lebte“. Zusätzlich benannte Pongs Details, die mit verarbeitet werden sollten, wie eine Bibliothek, ein neuer Freund und ein Geheimgang.

Wer es schaffte, innerhalb von 45 Minuten mindestens anderthalb Seiten zu schreiben, durfte mit einer kleinen Anerkennung rechnen.

So ließen die Schüler ihrer Fantasie freien Lauf. Inspiration erfuhren sie beim Reinhören in eine „Marmorschnecke“, die sie sich ans Ohr hielten. Diese „pädagogische Brücke“ setzte den Schreibfluss bei vielen sofort in Gang.

Auch musikalische Zutaten ließen das Interesse an Geschichten wachsen. So übten die Schüler das Lied „Lesemillionär“, in dem Bücher als Anregung für Fantasie und Geist gepriesen werden.

Darin heißt es: „Wer viel liest, der wird reich an Bildern im Kopf, doch wer niemals in ein Buch schaut, der bleibt ein armer Tropf.“ Wer immer fleißig schmökert, wird irgendwann ein Lesemillionär, auch wenn sich das nicht in klingender Münze niederschlägt.

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