Traditionsveranstaltung des Heimatvereins
Bald kein Wurstebrot mehr?

Altenberge -

Wir das sonst so beliebte Wurstebrotessen des Heimatvereins verändert? Das ist durchaus möglich, so Franz Müllenbeck, Erster Vorsitzender.

Sonntag, 13.01.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 16:02 Uhr
Die „Spitze“ des Altenberger Heimatvereins (v.l.): Werner Witte, Friedhelm Greiwe, Franz Müllenbeck und Paul Hagelschur beim traditionellen Wurstebrot-Essen im Saal Bornemann.
Die „Spitze“ des Altenberger Heimatvereins (v.l.): Werner Witte, Friedhelm Greiwe, Franz Müllenbeck und Paul Hagelschur beim traditionellen Wurstebrot-Essen im Saal Bornemann. Foto: dk

„Eine seit unendlicher Zeit gepflegte Tradition“, so Franz Müllenbeck, das alljährliche „Wurstebrotessen des Heimatvereins, wird es möglicherweise bald nicht mehr geben. „Unsere Überlegungen gehen dahin, die ‚Möppkes‘ durch Zwiebelfleisch zu ersetzen“, meinte der Vorsitzende des Altenberger Heimatvereins angesichts fallenden Interesses bei der Bevölkerung. Immerhin waren noch mehr als ein 50 zumeist älterer Bürger am Freitagabend im Saal Bornemann zusammen gekommen, um sich an den alten Münsterländer Bauern-Spezialitäten satt zu essen.

Doch einige unter den zumeist älteren Jahrgängen waren aber ehrlich genug zuzugeben, dass sie mit diesen „Leckereien“ aus Blut, Roggenschrot, fettem Speck, Schweinefleisch, Mehl und Gewürzen ihren Mägen einige schwere Stunden bereiten würden.

Dennoch: Die Stimmung war prächtig. So sangen oder erzählten Werner Witte, Friedhelm Greiwe und Paul Hagelschur, stimmig zu den Akkordeonklängen von Tönne Liebrand, Lieder und Dönekes aus den Jahren, als die braunen und gelblich schimmernden „Wuorstbraut“-Scheiben nach eigener Hausschlachtung noch häufig auf den Tellern im Hause serviert wurden. Auf Plattdeutsch wurde unter anderem gesungen: „Wuorstbraut, dat is aolle lärs, häort to Aollenbiärge. Wenn‘t dat iärste Wuorstbraut gaff, kamm den Vadder up den Draff. Moder, Blagen, leipen auk, et wier loss to wiärden...“ Und um dabei ihren Gästen zu helfen, servierten Steffen Niestegge und Andreas Augustin aus der Küche der Ratsstuben gleich Apfelkompott und Rote Beete mit. Später sangen alle glücklich und satt: „O wu schön is Ollenbiärge.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6315593?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Alarm auf der Schafweide
Der Wolf ist ein schwieriger Nachbar: Alarm auf der Schafweide
Nachrichten-Ticker