„European Energy Award“: Ausschuss stimmt umfangreichem Maßnahmenplan zu
20-Punkte-Programm bis 2023 abarbeiten

Altenberge -

Im Sommer vergangenen Jahres erhielt die Gemeinde Altenberge die Förderzusage zur Teilnahme am „European Energy Award“ (EEA). Unverzüglich wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die vom externen Berater Andreas Hübner von der Gertec Ingenieurgesellschaft aus Essen fachlich begleitet wird.

Donnerstag, 24.01.2019, 19:00 Uhr
„European Energy Award“: Ausschuss stimmt umfangreichem Maßnahmenplan zu: 20-Punkte-Programm bis 2023 abarbeiten
Foto: Matthias Lehmkuhl

Der Diplomingenieur stellte im jüngsten Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss einen Maßnahmenkatalog vor, der bis 2023 abgearbeitet werden soll.

Mehr als 20 Maßnahmen enthält das Arbeitsprogramm: „Das ist eine gute Mischung geworden“, stellte der Referent zufrieden fest.

Als wichtigste Aufgaben, die in den kommenden fünf Jahren weiter verfolgt werden sollen, bezeichnete der Fachmann den Ausbau der Elektromobilität, die energetische Sanierung oder den Neubau des Rathauses, die Fortsetzung der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED und eine intensivere Öffentlichkeitsarbeit mit Hilfe einer Haus-zu-Haus-Beratung.

Hübner: „Im Fall des Rathauses müssen wir sehen, was die Bezirksregierung vorschreibt. Wir können uns beispielsweise bei einem Neubau die Durchführung eines Wettbewerbes vorstellen, der die aktuellen Energieeinsparverordnungen und die Nutzung nachhaltiger Baustoffe beinhaltet.“

SPD-Ausschussmitglied Roman von Janta Lipinski brachte in der anschließenden Diskussion das Thema Wasserstoff ins Spiel. Das sei sicherlich ein wichtiges Thema, wenn es um das Ziel des Kreises Steinfurt 2050 energieautark zu werden, gehe. „Der Kreis hat sich diese Energiequelle vor allem bei der Mobilität auf die Fahne geschrieben. Das wird zukünftig sicherlich ganz spannend“, erklärte Andres Hübner. Außerdem laufe bei vielen Windkraftanlagen in Altenberge die Förderung aus. In drei Jahren müssen einige vom Netz genommen werden. „Vielleicht könnte der von diesen Anlagen produzierte Strom für die Elektrolyse genutzt werden, um diesen Wasserstoff zu produzieren“, stellte der externe Energie-Berater in Aussicht.

Bürgermeister Jochen Paus bestätigte: „Auf unserem Gemeindegebiet stehen 26 Windkraftanlagen, von den einige in die Jahre gekommen sind. Darüber müssen wir zukünftig unbedingt diskutieren.“

Am Ende der Diskussion wurden die Vorschläge vom Ausschuss mehrheitlich gebilligt.

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