Brandkrustenpilz befällt Winterlinde
Baum muss gefällt werden

Altenberge -

„Der Baum hat keine Chance, zu überleben“, sagt Franz-Josef Woestmann, Vorsitzender des Bauausschusses von St. Johannes Baptist. Die mittlere der drei Winterlinden neben der Pfarrkirche in Höhe des Bioladens muss gefällt werden – und zwar am nächsten Montag.

Mittwoch, 06.02.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 15:24 Uhr
Die mittlere der drei Winterlinden neben der Pfarrkirche St. Johannes Baptist wird am Montag gefällt. Zudem wurde eine Fachfirma damit beauftragt, am Hanseller Friedhof (l.) eine Hecke anzupflanzen.
Die mittlere der drei Winterlinden neben der Pfarrkirche St. Johannes Baptist wird am Montag gefällt. Zudem wurde eine Fachfirma damit beauftragt, am Hanseller Friedhof (l.) eine Hecke anzupflanzen. Foto: mas

„Der Baum hat keine Chance, zu überleben“, sagt Franz-Josef Woestmann , Vorsitzender des Bauausschusses von St. Johannes Baptist. Die mittlere der drei Winterlinden neben der Pfarrkirche in Höhe des Bioladens muss gefällt werden – und zwar am nächsten Montag, kündigt Woestmann an. Den Grund: Der Baum ist von einer Pilzkrankheit befallen, genauer gesagt vom sogenannten Brandkrustenpilz.

Einmal im Jahr lässt die Kirchengemeinde alle Bäume auf eigenen Grundstücken auf ihre Standfestigkeit hin überprüfen. Manchmal müssen nur Kronen herausgeschnitten werden, nennt Woestmann eine Maßnahmen. Doch wenn die Standfestigkeit nicht mehr gegeben ist, müsse die Pfarrgemeinde handeln. Gleichzeitig beruhigt Franz-Josef Woestmann auf Anfrage: „Eine akute Gefährdung besteht nicht.“

Der Brandkrustenpilz befällt zentrale Stellen des Wurzelbereichs und Teile des Stammkerns. Der Pilz wird meistens erst spät erkannt, da die Krone keine Schäden aufzeigt. Erst im fortgeschrittenen Stadium sind am Baum Veränderungen zu erkennen. Der aggressive Brandkrustenpilz befällt jedoch nicht nur Linden. Betroffen sind zudem Buchen und Ahorne. Halt macht der Pilz auch nicht vor Eichen, Ulmen, Platanen oder Papplen.

Die nun zu fällende Winterlinde an der Pfarrkirche ist etwa 70 bis 80 Jahre alt, schätzt Franz-Josef Woestmann. An der gleichen Stelle wird kein neuer Baum gepflanzt, kündigt das Kirchenvorstandsmitglied an. Er hätte wohl kaum Chancen, zwischen den beiden vorhandenen Winterlinden zu bestehen. Nun überlegen die Mitglieder des Bauausschusses, an anderer Stelle einen Ausgleich zu schaffen. Möglicherweise komme der Friedhof in Hansell in Frage, so Woestmann. Vielleicht lasse sich dort ein Baum pflanzen.

Auf dem Friedhof in Hansell wurden kürzlich zur Straßenseite hin zahlreiche marode Sträucher und auch einige Bäume entfernt. Wie Franz-Josef Woestmann mitteilte, wurde bereits eine Fachfirma damit beauftragt, eine neue Hecke zu pflanzen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6373967?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Nachrichten-Ticker