Kulturring: Das 150. Konzert steht bevor
Die Garanten für Klassik im Bürgerhaus

Altenberge -

Auf ein besonderes Ereignis blicken Karen Wulff, Vorsitzende des Kulturrings, und ihr Stellvertreter Georg Kolbeck am morgigen Freitag: Dann findet das 150. Konzert im Bürgerhaus statt. Kolbeck ist ein Mann der ersten Stunde – schließlich gehörte er am 27. Juni 1988 zu den Gründungsmitgliedern des Kulturrings. Der erste Mann an der Spitze war Helmut Wulff, Vater der jetzigen Vorsitzenden.

Mittwoch, 13.02.2019, 19:00 Uhr
Halten das Plakat des Gründungsfestes in ihren Händen: Die Kulturring-Vorsitzende Karen Wulff und ihr Stellvertreter Georg Kolbeck. Foto: mas den Gründungsmitgliedern des Kulturringrings gehört Georg Kolbeck, der heute zweiter Vorsitzender ist. Karen Wulff
Halten das Plakat des Gründungsfestes in ihren Händen: Die Kulturring-Vorsitzende Karen Wulff und ihr Stellvertreter Georg Kolbeck. Foto: mas den Gründungsmitgliedern des Kulturringrings gehört Georg Kolbeck, der heute zweiter Vorsitzender ist. Karen Wulff Foto: mas

Es gibt keine Hochglanzbroschüre, auf einen Blumenstrauß müssen die Künstler verzichten und die Plakate sind immer selbst gemacht. „Wir stecken jeden Cent in die Musik“, sagen Karen Wulff , Vorsitzende des Kulturrings, und ihr Stellvertreter Georg Kolbeck unisono. Dass das Duo mit diesem Rezept Erfolg hat, steht außer Frage: Am morgigen Freitag (15. Februar) findet das 150. Kammerkonzert statt.

Gegründet wurde der Kulturring am 27. Juni 1988 im Hotel Stüer . Das Besondere: Der Kulturring ist der freiwillige Zusammenschluss aller im gemeindlichen Bereich bestehenden Vereinigungen und interessierten Einzelpersonen“, heißt es im Protokoll der Gründungsversammlung, das Karen Wulff in ihren Händen hält, die akribisch Buch über die Aktivitäten des Kulturrings führt. Und das aus mehreren Gründen: Ihr Vater Helmut Wulff, der „ein sehr guter Pianist war“, so seine Tochter, wurde 1988 zum ersten Vorsitzenden gewählt. Nach seinem Tod trat Karen Wulff in die Fußstapfen ihres Vaters und engagierte sich im Kulturring, zunächst als Schriftführer und seit 1994 als erste Vorsitzende.

Ein Mann der ersten Stunde ist Georg Kolbeck – er gehörte neben Helmut Wulff und Heinz Imhäuser, dem ehemaligen Rektor der Johannes-Grundschule, zum Vorstandsteam. Und Georg Kolbeck ist noch heute zweiter Vorsitzender des Kulturrings.

„Wir brauchten etwas im kulturellen Bereich“, erinnert sich Kolbeck, warum damals ein Kulturring ins Leben gerufen werden sollte. Auch der ehemalige Gemeindedirektor Hagedorn unterstützte das Vorhaben. Der zweite Grund: „Nach der Eröffnung des Bürgerhauses sollte es auch mit Leben gefüllt werden“, blickt Kolbeck zurück.

Zwar liegt der Schwerpunkt mittlerweile auf Kammerkonzerten im Bürgerhaus, doch in den Anfangsjahren war das Spektrum wesentlich breiter: Neben Konzerten wurden auch Ausstellungen, Lesungen oder die beliebte Reihe „Musik in der Kneipe“ organisiert. Viele der vom Kulturring ins Leben gerufenen Aktivitäten haben sich im Laufe der Zeit „verselbstständigt“, stellt Karen Wulff zufrieden fest.

Klassische Musik war und ist das Markenzeichen des Kulturrings. „Das macht außer uns keiner“, sagt Karen Wulff. Und das seit 1989 sehr erfolgreich. Das Bürgerhaus ist für Klassik-Abende bestens geeignet. Dann stellen Karen Wulff und Georg Kolbeck 69 Polsterstühle in den Mehrzwecksaal des Bürgerhauses. „Das Ambiente ist nett und der Raum hat eine passende Größe“, so Georg Kolbeck. „Unser Klientel ist schon etwas speziell“, gibt Karen Wulff zu. Aber: Die Besucher kommen gerne, die Akustik ist gut und auch die Musiker fühlen sich im Bürgerhaus wohl. Und wie finden diese – oft hochkarätigen Virtuosen – den Weg nach Altenberge? „Wir sind gut informierte Laien und beide Musikliebhaber“, erzählen Wulff und Kolbeck. Das heißt: Besuchen sie beispielsweise ein Konzert in Münster, beschäftigt sie stets die Frage „Ist das auch etwas für uns?“, so Wulff.

Zudem hat sich der Ruf des kleinen, aber feinen „Konzertsaals“ des Bürgerhauses weit über das Hügeldorf hinaus herumgesprochen. Wulff: „Manchmal erhalten wir auch Anfragen von Musikern, die bei uns spielen möchten.“

Nur von den Eintrittsgeldern können die Konzerte nicht finanziert werden, erklären die beiden Macher des Kulturrings. Ein jährlicher Zuschuss der Gemeinde ist unerlässlich, um auch künftig gute Künstler nach Altenberge zu holen und dem Vereinszweck, das kulturelle Leben in der Gemeinde zu fördern“, weiterhin gerecht zu werden.

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