Mitgliederversammlung der Grünen
Ehrung für Wigbert Stermann

Altenberge -

Karl Reinke bleibt Sprecher des Ortsbandes von Bündnis 90/Die Grünen. Während der Mitgliederversammlung wurde zudem Gründungsmitglied Wigbert Stermann geehrt.

Montag, 25.02.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 26.02.2019, 15:20 Uhr
Werner Schneider (kl. Foto stehend) überreicht dem Grünen-Ortsverband-Gründungsmitglied Wigbert Stermann eine Urkunde.
Werner Schneider (kl. Foto stehend) überreicht dem Grünen-Ortsverband-Gründungsmitglied Wigbert Stermann eine Urkunde. Foto: nix

Die Zusammenlegung der beiden Grundschulen in Altenberge war eines der Themen auf der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands von Bündnis 90/ Die Grünen in der Kulturwerkstatt. „Wir haben grundsätzlich zugestimmt, diesen Plan langfristig umzusetzen“, räumte der Fraktionsvorsitzende Werner Schneider ein. Mittlerweile regen sich bei Eltern und Lehrern Zweifel, ob eine möglicherweise sechszügige Grundschule den Bedürfnissen der Kinder entgegenkommt. So stellten die Grünen vor wenigen Tagen den Antrag, die Entscheidung auszusetzen, was im Rat jedoch abgeschmettert wurde (wir berichteten). „Wir wollten, dass sich Eltern und Lehrer zu dem Thema artikulieren können“, so das Ratsmitglied. Auch die Analyse eines Beratungsbüros und die Erstellung des pädagogischen Konzeptes sollten nach den Vorstellungen der Partei erst einmal abgewartet werden. Ziel war eine Möglichkeit zu schaffen, die Schulentscheidung noch einmal zu überdenken.

Schneider vertrat an diesem Abend den Ortsvereins-Sprecher Karl Reinke, der die Teilnahme aus privaten Grünen kurzfristig absagen musste. Reinke wurde in Abwesenheit einstimmig zum Sprecher wiedergewählt. Neu im Vorstand ist Heinz Beckmann, der nun das Amt des Kassierers ausübt. Beisitzer wurden Ulla Kißling, Wilhelm Conrads, Dr. Thomas Weide und Maria Stermann.

Während der Mitgliederversammlung stand eine ganz besondere Ehrung auf dem Programm. Wigbert Stermann gehörte vor 40 Jahren zu den Gründungsmitgliedern des Grünen-Ortsverbands Altenberge. Damals wurden Mitglieder noch als „Chaoten, Träumer und Kommunisten“ beschimpft, zitierte Werner Schneider aus einem Zeitungsartikel. Die Entwicklung zur etablierten Partei war jedoch nicht aufzuhalten.

Auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Friedrich Ostendorff, der ein Büro in Altenberge unterhält, nahm an der Versammlung teil und schüttelte Stermann anerkennend die Hand.

„Wir sind in der Opposition, konnten jedoch im vergangenen Jahr doch etwas bewegen“, sagte Werner Schneider in seinem Bericht. Allerdings kam nicht jeder Antrag durch. Nach den Vorstellungen der Grünen sollte eine Bushaltestelle im Ortskern eingerichtet werden, was nicht auf Gegenliebe stieß. Eine abschließbare Unterstellmöglichkeit für Fahrräder am Bahnhof wird es jedoch geben. Noch zu verhandeln ist der Antrag auf ein innerörtliches Radwegekonzept. „Es geht um die Münsterstraße, Borghorster Straße und Laerstraße“, so Schneider. Hier können gefährliche Situationen beim Wechsel der Fahrradfahrer vom Radweg auf die Straße entstehen. Daher plädieren die Grünen für einen „Radfahrer-Schutzstreifen“. Zu den Schwerpunkten in 2019/2020 gehört es unter anderem, ein Auge auf die Marktplatzgestaltung zu haben.

Die Versammlung endete mit einem Grünkohlessen. Norbert Fritz vom Vorstand der Kulturwerkstatt entfaltete dabei wieder einmal mehr seine Kochkünste.

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