Neue Broschüre „Integration in Altenberge“
Ein offenes Herz

Altenberge -

Seit Beginn der Flüchtlingskrise ist viel passiert“, sagt Ulrike Reifig, als sie zusammen mit weiteren Altenbergern die neue Broschüre „Integration in Altenberge – Unser Dorf macht mit...“ vorstellt. Auf 38 Seiten wird umfassend über die verschiedenen Aktivitäten berichtet, die zeigen, wie seit 2015 Integration vor Ort gelebt wird. Wer sich bei der Unterstützung von Flüchtlingen einbringen möchte, ist jederzeit willkommen.

Mittwoch, 27.02.2019, 19:00 Uhr
Stellten die umfangreiche Infobroschüre „Integration in Altenberge – Unser Dorf macht mit...“ vor (v.l.): Bürgermeister Jochen Paus, Ingrid Weide (zuständig für das Layout), Franziska Mahlmann (Familienbündnis), Ingrid Menden (Leiterin des Fachbereichs Allgemeine Sicherheit, Ordnung und Soziales), Ulrike Reifig (Familienbündnis), Tim Hackemack, Annette Wolters (beide Sozialamt), Hartmut Formann und Jo Pelz (beide „Runder Tisch Asyl und Migration“).
Stellten die umfangreiche Infobroschüre „Integration in Altenberge – Unser Dorf macht mit...“ vor (v.l.): Bürgermeister Jochen Paus, Ingrid Weide (zuständig für das Layout), Franziska Mahlmann (Familienbündnis), Ingrid Menden (Leiterin des Fachbereichs Allgemeine Sicherheit, Ordnung und Soziales), Ulrike Reifig (Familienbündnis), Tim Hackemack, Annette Wolters (beide Sozialamt), Hartmut Formann und Jo Pelz (beide „Runder Tisch Asyl und Migration“). Foto: Martin Schildwächter

„Es herrscht ein stetiges Geben und Nehmen von allen Seiten. Die Erfolgserlebnisse bei der geglückten Integration und die Dankbarkeit, die uns immer wieder entgegengebracht wird, öffnen einem das Herz und machen es auch in Zukunft leicht, zu helfen“, sagen Gerda und Klaus Wollschläger . Sie gehören zu den vielen Altenbergern, die sich seit 2015 für Geflüchtete engagieren – und zwar als Paten.

Seit Beginn der Flüchtlingskrise „ist in Altenberge viel passiert“, sagt Ulrike Reifig , Erste Vorsitzende des Familienbündnisses, und hält die druckfrische 38 Seiten umfassende Broschüre in ihren Händen. Sie trägt den Titel „Integration in Altenberge – Unser Dorf macht mit...“. Und weil so viel passiert ist, kam Ulrike Reifig die Idee, einmal umfassend und in kompakter Form über die verschiedensten Aktivitäten zu berichten. Für das Layout war Ingrid Weide zuständig.

Zurück zum Ehepaar Wollschläger. Es erzählt in der Broschüre „seine Geschichte“, also wie es dazu kam, dass die beiden Altenberger 2015 in ihrer Einliegerwohnung eine syrische Familie aufnahm. Seitdem helfen Gerda und Klaus Wollschläger, wo sie nur können, um den Flüchtlingen die Integration zu erleichtern. Sei es beim Erlernen der Sprache oder bei der Bewältigung bürokratischer Klippen.

In der Broschüre gibt es viele spannende, berührende Geschichten, die zeigen, wie Integration vor Ort gelebt wird. Um die verschiedenen Angebote zu organisieren, wurde im November 2014 der „Runde Tisch Asyl und Migration“ ins Leben gerufen. Es sind jedoch nicht nur die unter dem Dach des Familienbündnisses verankerten Angebote, die die Integration als Ziel haben. Zahlreiche Gruppen in der Gemeinde sind schon viele Jahre mit im Boot, sagt Franziska Mahlmann (Vorstand Familienbündnis) – von den Kirchengemeinden bis zur Gemeindeverwaltung. „Es gibt viele schon seit etlichen Jahren gewachsene Strukturen“, betont Mahlmann.

Es geht in der Broschüre jedoch nicht nur um Asylsuchende aus Syrien. „Wir wollen das Bewusstsein dafür schärfen, warum Menschen flüchten“, sagt Hartmut Formann, der zusammen mit Ulrike Reifig maßgeblich an der Entstehung der umfangreichen Dokumentation beteiligt war. Am Beispiel des Landes Eritrea werden verschiedene Fluchtgründe genannt. „Es zeigt sich an diesem Beispiel, was in Afrika alles schief läuft“, so Formann.

Wer sich auf dem Feld der Flüchtlingshilfe engagieren möchte, ist stets willkommen, sagt Reifig. Ob als Pate oder als Sprachlehrer. „Wir brauchen viele Leute, die sich einsetzen möchten“, erklärt Jo Pelz. Derzeit werden von zehn Altenbergern im Wechsel etwa 25 Erwachsene aus 13 Ländern unterrichtet. Pelz: „Wir benötigen viele Personen, um flexibel zu sein.“ In den Kursen werden Grundkenntnisse der deutschen Sprache vermittelt. Wer helfen möchte, ist jederzeit willkommen.

Die neue Broschüre (Auflage 1000 Exemplare) liegt im Rathaus und in zahlreichen Geschäften aus.

Zum Thema

Wer sich für eine Aufgabe beim „Runden Tisch Asyl“ interessiert, kann sich bei Ulrike Reifig, Telefon 01 70/3 21 38 10, melden.

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