Altenberger Bikerclub „Devil Hawk 03“ organisierte Spendenaktion für schwer erkrankten Jungen
Ein Stück mehr Lebensqualität

Altenberge -

Sandro ist ein 14-jähriger Junge und wohnt mit seinen Eltern in Dülmen. Er leidet am „Angelman-Syndrom“, einer seltenen genetischen Veränderung. „Sie geht oft einher mit psychischen und motorischen Entwicklungsverzögerungen“, so die ärztliche Diagnose.

Dienstag, 05.03.2019, 16:58 Uhr
Sandro, seine Familie und Mitglieder des Motorradclubs aus Altenberge „Devil Hawk 03“ präsentieren den Spezialtransporter. Dadurch kann der 14-Jährige wieder besser am Leben teilnehmen.
Sandro, seine Familie und Mitglieder des Motorradclubs aus Altenberge „Devil Hawk 03“ präsentieren den Spezialtransporter. Dadurch kann der 14-Jährige wieder besser am Leben teilnehmen.

Sandro kann seit 2018 nicht mehr in einem normalen Pkw mitfahren, weil er zwei Hüftoperationen über sich ergehen lassen musste. Nun sitzt er im Rollstuhl.

„Die Operationen sind gut verlaufen, doch er leidet an schweren Mehrfachbehinderungen“, sagt seine Mutter. „Der Junge muss erst einmal die Angst überwinden, nach den Operationen wieder aufzustehen. An Laufen ist noch nicht zu denken.“

Mobilität war für Sandro seit Jahren ein großes Problem. Seine Eltern konnten einen Spezialtransporter, mit dem der 14-Jährige samt Rollstuhl gefahren werden kann, nicht finanzieren. Der Bikerclub „Devil Hawk 03“ aus Altenberge erwies sich als Helfer in der Not. Der Club initiierten Ende Oktober 2018 in seinem Clubhaus am Bahnhof eine „Spendenparty“, die mit 300 Besuchern alle Erwartungen übertraf. Darüber hinaus spendeten zahlreiche Privatleute Geld dafür, dass der Jugendliche im Auto mitfahren kann.

„Wir erfuhren eine große Welle der Solidarität“, sagt Sandros Mutter. Der Zusammenhalt aller Beteiligten war großartig, sogar weitere Motorradclubs sammelten eigenständig. Auch eine Stiftung steuerte eine Summe bei. Schließlich waren die 30 000 Euro zur Anschaffung des Spezialfahrzeugs mit Rampe für den Rollstuhl zusammengekommen. Jetzt ist Sandro, der zuletzt von der Außenwelt abgeschnitten war, wieder ein wenig mobil.

Doch noch immer sind nicht alle Probleme gelöst. Der behindertengerechte Umbau des Hauses, in dem die Familie lebt, ist kostspielig. „Seit Jahren schlafen wir im Wohnzimmer, denn ich muss ein Auge auf den Jungen haben“, erklärt die Mutter.

Um in den ersten Stock zu gelangen, in dem sich auch das Badezimmer befindet, wäre ein Decken-Treppenlift vonnöten. Ein solcher würde mit 20 000 Euro zu Buche schlagen. Gebadet wird notgedrungen in einem Schlauchboot. Die Mutter muss Sandro mit Körperkraft hinein- und heraustragen. Es ist zudem sehr schwierig, Hilfsdienste in Anspruch nehmen zu können.

„Einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung unserer Situation haben der „Devil Hawk 03“ und weitere Spender bereits geleistet“, betont Sandros Mutter. „Wir versichern, dass jeder gespendete Euro direkt unserem Sohn zugute kommen wird“, erklären die Eltern.

Inzwischen ist auch ein Spendenkonto eingerichtet: Kontoinhaber: Mobil mit Behinderung e.V., Bankname: VR Bank Südpfalz eG; IBAN: DE 27 5486 2500 0207 1385 80; Verwendungszweck: „Sandro“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6451129?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Gronau groovt neun Tage lang
Joris eröffnet am Samstag (27. April) den musikalischen Reigen in der Bürgerhalle.
Nachrichten-Ticker