Existenzgründer tauschen sich mit Führungskräften von Schmitz Cargobull aus
Spagat zwischen analog und digital

Altenberge -

Existenzgründer aus dem Kreis Steinfurt trafen sich bei der Schmitz Cargobull, um über das Thema Digitalisierung zu diskutieren.

Dienstag, 12.03.2019, 18:00 Uhr
Das zehnte „Startup2Business-Meeting“, zu dem die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (WESt) und das IdeenNetz eingeladen hatten, fand dieses Mal im Stammwerk der Schmitz Cargobull AG statt.
Das zehnte „Startup2Business-Meeting“, zu dem die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (WESt) und das IdeenNetz eingeladen hatten, fand dieses Mal im Stammwerk der Schmitz Cargobull AG statt. Foto: Matthias Lehmkuhl

Wenn im Fernsehen Produktionsabläufe in der Automobilindustrie gezeigt werden, sieht der Betrachter Menschen am Fließband, die sehr oft von Robotern unterstützt werden. In den Produktionshallen des Stammwerks von Schmitz Cargobull in Altenberge suchten am Montag Existenzgründer beim zehnten „Startup2Business-Meeting“ diese Form der künstlichen Intelligenz vergeblich. Trotzdem ist der europäische Marktführer für Sattelauflieger, Anhänger und Aufbauten bei der digitalen Transformation gut aufgestellt.

Die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (WESt) und das IdeenNetz hatten die Jungunternehmer zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema „Digitalisierung und Unternehmenskultur“ beim 126 Jahre alten Traditionsunternehmen eingeladen.

Werkleiter Olaf Schütte führte die Existenzgründer durch die Produktionshallen, in denen die aktuelle Schicht gerade einen Sattelauflieger montierte, der komplett verschraubt und nicht geschweißt wurde. Ein patentiertes Alleinstellungsmerkmal des Marktführers in Deutschland und Europa. „In Altenberge sind rund 1500 Mitarbeiter aus insgesamt 37 Nationen beschäftigt. Die Zusammenarbeit läuft reibungslos“, so Olaf Schütte. Europaweit arbeiten für Schmitz Cargobull etwa 6900 Frauen und Männer. „Wenn Sie bei uns heute einen Anhänger konfigurieren und bestellen, können Sie ihn 18 Stunden später bei uns fertiggestellt abholen“, erläuterte der Werkleiter.

„Die Möglichkeiten der Digitalisierung verfolgen wir bereits seit einiger Zeit in verschiedenen Einzelprojekten in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik und Mechatronik in Paderborn“, informierte Schmitz Cargobull-Vorstandsmitglied Andreas Busacker die Jungunternehmer nach der Werksbesichtigung. „Wir erarbeiten Weiterbildungskonzepte zur Befähigung unserer Mitarbeiter im digitalen Umfeld“, verdeutlichte der Leiter Informationstechnik Olaf Hollah, dass für Schmitz Cargobull Investitionen in Technologie und Mitarbeiter gleich wichtig sind und führte weiter aus: „Was, wenn wir in unsere Mitarbeiter investieren und sie gehen und was, wenn wir es nicht tun und sie bleiben.“

Karl-Heinz Neu ist verantwortlich für das Start-up Kubikx, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Schmitz Cargobull. „Mittlerweile existieren digitale Speditionen, ohne einen Lkw zu haben“, beschrieb Neu und verdeutlichte, dass Kubikx innovative Lösungen für Flottenmanagement, Transport und Logistik sowie individuelle Lösungen für verschiedene Kunden entwickelt.

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