„Nachhaltig gegen Hunger“
Verantwortung übernehmen

Altenberge -

Seit vielen Jahren engagiert sich Dr. Felix Bruns in der Elfenbeinküste. Die Schulbildung liegt ihm besonders am Herzen. Nun kommt ein weiteres Projekt hinzu.

Freitag, 22.03.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 24.03.2019, 14:18 Uhr
Dr. Felix Bruns setzt sich seit vielen Jahren für den Schulneubau in der Elfenbeinküste ein.
Dr. Felix Bruns setzt sich seit vielen Jahren für den Schulneubau in der Elfenbeinküste ein. Foto: Bruns

Sein Engagement ist ungebrochen, sein Herz hängt förmlich an einem Land, mit dem sich Dr. Felix Bruns schon seit mehreren Jahrzehnten beschäftigt: Die Rede ist von der Elfenbeinküste in Westafrika mit seinen rund 24 Millionen Einwohnern. Felix Bruns arbeitete bis zur Pensionierung als Ministerialrat beim Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium in Hannover und war unter anderem zuständig für internationale Projekte – „von Sibirien bis Südafrika“, sagt Bruns mit einem Lächeln im Gesicht. Und irgendwann muste Aufbauhilfe in der Elfenbeinküste geleistet werden, zunächst in der Landwirtschaft. Das war jedoch „nur“ der Anfang. 2002 wurde der Verein „Nachhaltig gegen Hunger“ gegründet und der Startschuss für zahlreiche Schulbauprojekte war damit gefallen. Bruns: „Die zwölfte Schule wird im Juni fertiggestellt.“

Seit über 17 Jahren ist es Felix Bruns, der zusammen mit Dr. Angélica Saavedra an der Spitze des Vereins steht, eine Herzensangelegenheit, den Kindern in ländlichen Gebieten der Elfenbeinküste einen Schulbesuch zu ermöglichen. Um die Schulen bauen zu können, sind Spenden erforderlich. Nur dann fließen auch Gelder von der Niedersächsischen Bingo-Stiftung und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung .

Nachhaltige Entwicklung

Derzeit laufen die letzten Arbeiten für eine Schule in Tchékou, ab Juni sollen dort 600 Schüler unterrichtet werden, kündigt Felix Bruns an.

Im Laufe der Jahre habe der Verein jedoch festgestellt, dass es neben der Schulbildung wichtig ist, auch die Bewohner „an die Verbesserung des dörflichen Lebens heranzuführen“, erklärt Bruns. Und das soll erreicht werden, in dem sogenannte Multiplikatoren (Berater) ausgebildet werden. Bruns weiter: „Das ist die Voraussetzung einer nachhaltigen Entwicklung in den Dörfern.“ Angesprochen werden insbesondere junge Menschen. Die Fortbildungsmaßnahmen, die durch Experten erfolgen und vom Verein finanziert werden, beinhalten unter anderem die Bereiche Hygiene, Abfallwirtschaft und Umwelt. Außerdem kommen Rechnungswesen sowie Themen rund um die Landwirtschaft hinzu.

24 Millionen Einwohner

Felix Bruns und sein Team legen großen Wert darauf, die Dorfbewohner immer stärker in die notwendigen Veränderungsprozesse einzubeziehen. „Wir wollen erreichen, dass sie verantwortlicher mit ihren Dörfern umgehen“, sagt Bruns. Der Schulbau und der Einsatz der Berater sollen auch dazu beitragen, Kinder und Jugendlichen in ihrer Heimat eine Zukunft zu ermöglichen. So haben sie eine Chance, in der Elfenbeinküste einen Arbeitsplatz oder eine Weiterbildung zu erhalten.

Zwar lasse es sich nicht vermeiden, dass sich einige Menschen auf den beschwerlichen Weg nach Europa begeben. Gerade deshalb komme der Investition in Schul- und Ausbildung sowie in Arbeitsplätze eine zentrale Bedeutung zu, unterstreicht Felix Bruns. Dieses sei im Westen zwar schon lange bekannt, wurde „aber bis vor Kurzem kaum angepackt“, kritisiert Bruns.

Multiplikatoren

Der Verein „Nachhaltig gegen Hunger“ setzt sich nach wie vor für den Schulbau ein – für 2019/2020 ist eine Schulerweiterung in Bayaoukro geplant. „Für diese Kinder strampeln wir Ehrenamtliche uns weiterhin in unserem christlichen und sozialem Verständnis gerne ab“, sagt Felix Bruns.

Zum Thema

Wer den Verein finanziell unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende machen. Eine Spendenquittung wird ausgestellt. Spendenkonto: „Nachhaltig gegen Hunger“, IBAN: DE 35 2605 0001 0048 3012 79.

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