Borndalschule
Kleine Einheiten schaffen

Altenberge -

Voraussichtlich zwei bis drei Jahre wird es nach Ansicht von Ulrike Zeljko, die kommissarische Rektorin der Borndalschule, noch dauern, bis die neue Grundschule an den Start geht.

Samstag, 13.04.2019, 07:00 Uhr
Die kommissarische Schulleiterin Ulrike Zeljko fühlt sich inmitten „ihrer“ Kinder wohl. Mit dem Thema „gemeinsame Grundschule“ beschäftigt sich die Lehrerin intensiv.
Die kommissarische Schulleiterin Ulrike Zeljko fühlt sich inmitten „ihrer“ Kinder wohl. Mit dem Thema „gemeinsame Grundschule“ beschäftigt sich die Lehrerin intensiv. Foto: mas

„Das neue System muss inklusiv sein.“ Ulrike Zeljko , die vor Kurzem die kommissarische Leitung der Borndal-Grundschule übernommen hat, steht vor einer schwierigen Aufgabe: Schließlich, so die Vorgabe von Seiten der Politik, wird es künftig nur noch eine gemeinsame Grundschule in Altenberge geben. Zwar befinden sich beide Kollegien derzeit noch in der Anfangsphase der Gespräche. Doch das Thema Inklusion gehört zu den ganz wichtigen Aspekten, das im Zuge der Zusammenlegung berücksichtigt werden müsse, sagt Zeljko. Und dieses Thema liegt der 43-Jährigen besonders am Herzen: Ganz bewusst hat sich Ulrike Zeljko für die Borndalschule entschieden und ist dort seit 2010 Konrektorin und hat nach dem Ausscheiden von Schulleiterin Dörthe Plettendorf die kommissarische Leitung übernommen.

Grundschule

„Die Sehnsucht ins Münsterland zurückzukehren, war groß“, so Ulrike Zeljko. Schließlich ist sie in Münster geboren, hat an der Marienschule ihr Abi gemacht und ab 1996 in Münster Deutsch, Mathe und Sachunterricht für das Grundschullehramt studiert. „Das ist das, was ich immer machen wollte“, sagt Zeljko zu ihren Beweggründen, Grundschullehrerin zu werden. Und das, „obwohl es damals ziemlich aussichtslos war“, erinnert sie sich. Das Referendariat absolvierte Zeljko, die mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Nienberge wohnt, von 2001 bis 2003 in Everswinkel.

Marienschule

Doch dann ging es in den Süden, genauer gesagt folgte der Umzug nach Worms. „Erstmals habe ich in einer Grundschule in Alsheim eine inklusive Schule kennen- und schätzen gelernt.“ Die Arbeit im Team, das sei damals wie heute „ganz entscheidend“. Nur ein kleiner Wermutstropfen damals: Mit dem Pfälzer Dialekt konnte sich die Pädagogin nicht anfreunden.

Eltern

In den Jahren 2005/2006 arbeitete Zeljko am Rahmenlehrplan für das Fach Sachunterricht des Landes Rheinland-Pfalz mit.

Nienberge

Doch dann folgte der Schritt zurück ins Münsterland, zur Borndalschule. Und nun steht der große Einschnitt in der Altenberger Grundschullandschaft bevor: „Es ist wichtig, dass kleine Einheiten geschaffen werden“, wünscht sich die kommissarische Schulleiterin. Schließlich gebe es viele junge Kinder, die sich „gut zurechtfinden sollen“. Schülerhäuser, in denen die Jahrgänge separat untergebracht sind, seien eine Option, die in Frage kommen, so Zeljko. Aber: Noch befindet sich der Prozess der Zusammenführung ganz am Anfang. Es müsse nun in „aller Ruhe“ unter anderem am Konzept und am künftigen Leitbild gearbeitet werden, damit die „Ideen beider Schulen sinnvoll umgesetzt werden“, so Ulrike Zeljko. Deshalb geht sie davon aus, dass voraussichtlich noch zwei bis drei Jahre vergehen werden, bevor die neue Schule an den Start geht.

Wichtig sei in der Diskussion über die Grundschule auch das Thema Transparenz, betont Zeljko. „Die Eltern sollen informiert sein und mitwirken können.“

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