Hilfe für die Orgel
Kulturgut bewahren

Altenberge -

Prominente Unterstützung für ein ehrgeiziges Projekt: Dr. Markus Pieper, Mitglied des europäischen Parlaments, hat die Schirmherrschaft über den Verein Orgelbau St. Johannes Baptist übernommen.

Freitag, 10.05.2019, 18:00 Uhr
Dr. Markus Pieper (2.v.r.), Mitglied des europäischen Parlaments, hat die Schirmherrschaft über den Orgelbauverein übernommen. Darüber freuen sich Pfarrer Heinz Erdbürger (l.), Vereinsvorsitzender Prof. Dr. Bernward Büsse (r.) und Marco Schomacher, Kirchenmusiker von St. Johannes Baptist.
Dr. Markus Pieper (2.v.r.), Mitglied des europäischen Parlaments, hat die Schirmherrschaft über den Orgelbauverein übernommen. Darüber freuen sich Pfarrer Heinz Erdbürger (l.), Vereinsvorsitzender Prof. Dr. Bernward Büsse (r.) und Marco Schomacher, Kirchenmusiker von St. Johannes Baptist. Foto: mas

Prominte Unterstützung für ein ambitioniertes Projekt: Dr. Markus Pieper , Abgeordneter des Europaparlaments, hat die Schirmherrschaft über den Verein Orgelbau St. Johannes Baptist Altenberge übernommen. Zum Ende einer kleinen Feierstunde nahm Kirchenmusiker Marco Schomacher an der Italienischen Orgel Platz und spielte eine Variante der bekannten Europa-Hymne von Ludwig van Beethoven (Ode an die Freude). Die Pfarrgemeinde kann sich glücklich schätzen, überhaupt im Besitz dieses Instruments zu sein, denn schließlich steht die Hauptorgel seit September 2018 nicht mehr zur Verfügung. Diagnose: Schimmelbefall und erhebliche technische Mängel.

Orgel in Not

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  • Für den Orgelbauverein St. Johannes Baptist hat der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper die Schirmherrschaft übernommen. Foto: mas
  • Dr. Markus Pieper (2.v.r.), Mitglied des Europäischen Parlaments, ist Schirmherr des Orgelbauvereins St. Johannes Baptist. Darüber freuen sich Pfarrer Heinz Erdbürger (l.), Kirchenmusiker Marco Schomacher (2.v.l.) und Bernward Büsse, Vorsitzender des Orgelbauvereins.

    Foto: mas
  • Für den Orgelbauverein St. Johannes Baptist hat der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper die Schirmherrschaft übernommen. Foto: mas
  • Für den Orgelbauverein St. Johannes Baptist hat der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper die Schirmherrschaft übernommen. Foto: mas
  • Für den Orgelbauverein St. Johannes Baptist hat der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper die Schirmherrschaft übernommen. Foto: mas
  • Für den Orgelbauverein St. Johannes Baptist hat der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper die Schirmherrschaft übernommen. Foto: mas
  • Für den Orgelbauverein St. Johannes Baptist hat der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper die Schirmherrschaft übernommen. Foto: mas
  • Für den Orgelbauverein St. Johannes Baptist hat der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper die Schirmherrschaft übernommen. Foto: mas

Um die Sanierung der Orgel finanzieren zu können, wurde der Orgelbauverein gegründet, an dessen Spitze Prof. Dr. Bernward Büsse steht. „Was hat die Altenberger Orgel mit Europa zu tun?“, fragte der Vereinsvorsitzende. Die Antwort gab er selbst: Gerade die Musik sei bestens geeignet, den europäischen Gedanken zu fördern. „Musik kennt keine Barrieren“, betonte Büsse in St. Johannes Baptist.

Pfarrer Heinz Erdbürger hofft, dass in zwei oder zweieinhalb Jahren die Hauptorgel wieder zur Verfügung steht und dieses Instrument derzeit „verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit“ gerückt werde. Erdbürger: „Ich bin froh, dass die Liturgie auch die Musik kennt.“

Zurück zu Europa: Für Marco Schomacher gibt es „kaum ein zweites Musikinstrument“, das so eng verbunden ist mit der Entstehungsgeschichte des Kontinents. Schomacher: „Entstanden im antiken Griechenland, teilen sich die frühe Form der Orgel, Hydraulis genannt, und unsere Demokratie die Wiege.“

„Die Orgel“, führte Schomacher weiter aus, „gehört zu unserer Geschichte.“ Bei fast allen historischen Ereignissen habe bislang die Orgel gespielt, so der Kirchenmusiker. Auf der großen politischen und auf der kirchlichen Bühne, aber auch im persönlichen Leben begleite die Orgel kirchliche Feiern – oft von der Taufe bis zum Begräbnis.

Für Marco Schomacher ist die Orgel ein „geschichtsträchtiges Instrument für Liturgie und Konzert“, das Emotionen hervorrufe. Vor allem sei sie aber ein Kulturgut. Schomacher: „Auch oder gerade für Altenberge.“

Und deshalb müsse die Orgel (Baujahr 1972, mit Teilen der Vorgängerorgel von 1902) wieder auf Vordermann gebracht werden. „Ziel muss es sein, möglichst viele Pfeifen, sofern es das Material es zulässt, zu erhalten“, kündigte Schomacher an. Künftig soll die Orgel deutlich vom Fenster abrücken. Das Generalvikariat schlägt einen neuen Standort für die Orgel vor – und zwar im vorderen Emporenbereich, als sogenannte Brüstungsorgel. Ebenso sei eine Digitalisierung der Orgeltechnik für den späteren Anschluss eines externen Spieltisches denkbar.

Wie geht es nun weiter? Schomacher hofft, dass Mitte des Jahres erste Angebote zur Sanierung der Orgel vorliegen. Dann folgen weitere Abstimmungsgespräche mit dem Bistum Münster und die Frage, wie das Projekt finanziell gestemmt werden kann. Und dann ist der Orgelbauverein wieder gefragt.

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