EU-Kommissar bei Cargobull
„Klimaschutz mit Augenmaß“

AltenbergE -

Außergewöhnlicher Besuch bei Schmitz Cargobull: EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger besuchte das Schmitz Cargobull-Stammwerk Altenberge.

Freitag, 17.05.2019, 17:00 Uhr
Andreas Schmitz (l., Vorstandsvorsitzender Schmitz Cargobull AG) begrüßte den EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (2.v.l.) im Stammwerk in Altenberge. An dem Gespräch nahmen außerdem teil (ab 3.v.l): Markus Pieper (Europa-Abgeordneter), Sigrid Schulze-Lefert (CDU-Fraktions-Vorsitzende), Christoph Dehne (Direktor Region Zentral-Europa Schmitz Cargobull), Volker Flatau (Leiter Produktlinie Curtainsider Schmitz Cargobull), Andreas Busacker (Vorstand Finanzen Schmitz Cargobull) und Olaf Schütte (Leiter Werk Altenberge Schmitz Cargobull).
Andreas Schmitz (l., Vorstandsvorsitzender Schmitz Cargobull AG) begrüßte den EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (2.v.l.) im Stammwerk in Altenberge. An dem Gespräch nahmen außerdem teil (ab 3.v.l): Markus Pieper (Europa-Abgeordneter), Sigrid Schulze-Lefert (CDU-Fraktions-Vorsitzende), Christoph Dehne (Direktor Region Zentral-Europa Schmitz Cargobull), Volker Flatau (Leiter Produktlinie Curtainsider Schmitz Cargobull), Andreas Busacker (Vorstand Finanzen Schmitz Cargobull) und Olaf Schütte (Leiter Werk Altenberge Schmitz Cargobull). Foto: Cargobull

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger und der Europa-Abgeordnete Markus Pieper besuchten in dieser Woche das Schmitz Cargobull-Stammwerk Altenberge und informierten sich über Perspektiven der Transportwirtschaft.

6000 Mitarbeiter

Oettinger zeigte sich beeindruckt vom Firmenwachstum, das „wir zu einem wesentlichen Teil den Erleichterungen des Europäischen Binnenmarktes zu verdanken haben”, so Vorstandsvorsitzender Andreas Schmitz in einer Pressemitteilung. Durch einheitliche Produktionsvorgaben wie EU-Maschinenrichtlinien, Achslasten und Normierungen habe man sich von einer vormals kleinen Schmiede zu einem der Großen der Nutzfahrzeugbranche entwickelt. In den 30 Jahren EU-Binnenmarkt ist Schmitz Cargobull von 1000 Beschäftigten auf heute mehr als 6000 Mitarbeiter gewachsen.

Schmitz Cargobull steht hier für viele mittelständische Firmen im Münsterland, die den offenen Grenzen, dem Binnenmarkt und der einheitlichen Währung viel verdanken. „Wer Europa und den Euro in Frage stelle, gefährde diese tolle Entwicklung und die Arbeitsplätze vieler Menschen”, so Günter Oettinger. „Europa ist ein Segen für das Münsterland”, so der EU-Kommissar. Dazu gehören auch 70 Jahre Frieden und Freiheit.

CO2-Emissionen

Oettinger stellte klar, dass es auch nur durch einen europäischen Ansatz gelingen könne, Umwelt und Klima zu schützen und Emissionen zu begrenzen. CO- Vorgaben für Lkw und der europaweite Handel mit Emissionszertifikaten seien ein „effizienter Beitrag zum Klimaschutz”. Seit 1990 sei das Produktionswachstum in der EU um 53 Prozent gestiegen, die CO-Emissionen gleichzeitig um 23 Prozent zurückgegangen.

Man müsse bei der EU-Gesetzgebung aber immer auch die Folgen für die Arbeitsplätze und die Energiekosten im Blick haben, mahnte der münsterländische EU-Abgeordnete Pieper „Klimaschutz mit Augenmaß” an.

Europa ist eine Segen für das Münsterland.

Günther Oettinger

Anlässlich des Besuchs von Kommissar Oettinger und dem Europaabgebordneten Markus Pieper stellte Andreas Schmitz das Konzept „EcoDuo“ vor: Die Kombination von zwei über einen Dolly miteinander verbundene Trailer, gezogen von einer Sattelzugmaschine. Das Gesamtzuggewicht von Sattelzugmaschine und erstem Trailer liegt weiterhin bei 40 Tonnen, das Zuggewicht des zweiten Trailers kann variieren und 36 Tonnen betragen, was den Regularien in Skandinavien entspricht. In Spanien wird diese Fahrzeugkombination aktuell in einem Versuch mit einem Zuggewicht von 30 Tonnen im zweiten Trailer erprobt. Schmitz Cargobull sieht in einer europaweiten Anwendung dieses Tranportkonzepts nachhaltige ökologische und ökonomische Vorteile.

Für das Konzept „EcoDuo“ gebe es gegenüber den herkömmlichen Sattelzügen mit einem Auflieger mit 40 Tonnen Gesamtzuggewicht unter anderem folgende Vorteile: Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und damit CO-Ausstoßes pro beförderter Tonne; Reduzierung der Einzelachslasten um etwa 14 Prozent und Entlastung der Straßen und Brücken durch die Reduzierung der Achslast und Anzahl der Sattelzüge.

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