Küchenchef
Angekommen am Herd. . .

Altenberge -

Zu seinem Ausbildungsbetrieb kehrte nun Mazlum Yağmurtaşan zurück. Der Koch tourte durch unzählige Restaurants im In- und Ausland: „Nun bin ich in der Heimat angekommen“, sagt der jetzige Küchenchef.

Samstag, 18.05.2019, 07:00 Uhr
Beate und Josef Echterhoff (2.u.3.v.l.) freuen sich, dass Mazlum Yağmurtaşan (3.v.r.) wieder zu seinem ehemaligen Ausbildungsbetrieb (Zum neuen Herd) zurückgekehrt ist – jetzt als Küchenchef. Zum Kochteam gehören zudem Kushtrim Papay (l., Küchenchef Kleines Kartoffelhaus) sowie Norbert Masley (r.) und Diana Thier.
Beate und Josef Echterhoff (2.u.3.v.l.) freuen sich, dass Mazlum Yağmurtaşan (3.v.r.) wieder zu seinem ehemaligen Ausbildungsbetrieb (Zum neuen Herd) zurückgekehrt ist – jetzt als Küchenchef. Zum Kochteam gehören zudem Kushtrim Papay (l., Küchenchef Kleines Kartoffelhaus) sowie Norbert Masley (r.) und Diana Thier. Foto: mas

„Back to the Roots“, sagt Mazlum Yağmurtaşan . Und fügt noch schnell hinzu. „Das ist meine Heimat hier, hier in Westfalen.“ Von seinem durchaus im Münsterland nicht alltäglichen Namen sollte man sich nicht täuschen lassen – der 36-jährge Mazlum Yağmurtaşan ist in Greven geboren, wuchs in Nordwalde auf und besuchte dort die Kardinal-von-Galen-Gesamtschule. Seine Eltern stammen aus der Türkei. Wie viele andere Jugendliche auch, begann Yağmurtaşan im Jahr 2001 eine Ausbildung – in seinem Fall zum Heizungs-Installateur. „Doch nach drei Monaten habe ich aufgehört“, erzählt er. „Das war nichts für mich“. Kurze Zeit und ein einjähriges Praktikum im Restaurant „Zum neuen Herd“ später, startete er dort eine Ausbildung zum Koch. Anschließend folgte ein Ritt durch verschiedenste Restaurants – auf einem Flusskreuzfahrtschiff in Frankreich, über ein Hotel auf Norderney bis zum Oer´schen Hof in Münster.

Flusskreuzfahrt

Und nun? Mazlum Yağmurtaşan ist wieder dort gelandet, wo er seine Ausbildung begonnen hat: Im Restaurant „Zum neuen Herd“ in Altenberge – sein neuer Posten: Küchenchef.

„Das ist genau das, was ich immer wollte“, betont der 36-Jährige. Und sein Chef Josef Echterhoff freut sich, Jahre später seinen „Schützling“ wieder in seinem Team begrüßen zu können. Ein guter Koch, sagt Echterhoff, müsse „ehrgeizig und stressresistent sein“ sowie eine große Portion Durchhaltevermögen mitbringen und sich für den Beruf begeistern können. Nur dann bestehe die Chance, in diesem Metier bestehen zu können, der gerade wegen der Arbeitszeiten nicht gerade zu den beliebtesten gehört. Zwar gibt es eine Fünf-Tage-Woche, doch an ein freies Wochenende ist nicht zu denken.

Fünf-Tage-Woche

Dennoch: Mazlum Yağmurtaşan hat seine Entscheidung, diesen Beruf einzuschlagen, „nie bereut“. Wer in der Kochbranche Erfolg haben möchte, muss in jungen Jahren auf Reisen gehen – und zwar um andere Küchen, andere Länder und damit andere Essens-Gepflogenheiten kennenzulernen. „Das war bisher die beste Zeit meines Lebens“, erzählt der neue Küchenchef, wenn er an seinem Job auf dem Flusskreuzfahrtschiff denkt. Yağmurtaşan: „Tolle Leute, nette Kollegen und gutes Essen.“ Auf dem Schiff hatte der jetzt in Altenberge lebende Koch die Aufgabe des „Tourants“. Das heißt: Dort einspringen, wo die Not am größten ist. Mal für den Hauptgang, mal für den Nachtisch und wenige Tage später für die Vorspeise verantwortlich zu sein – Herausforderungen, die der 36-Jährige gerne meisterte.

Tolle Leute, nette Kollegen und gutes Essen.

Mazlum Yağmurtaşan

Wie in Urlaubsregionen oft üblich, war auch die Station in Frankreich ein Saison-Geschäft. Drei Monate arbeiten, zwei Wochen Urlaub und wieder drei Monate arbeiten, erzählt Yağmurtaşan. Dann war das Abenteuer Flusskreuzfahrt für den 36-Jährigen vorbei.

Nach einem kulinarischen Zwischenstopp als Sous-Chef in einem Hotel auf Norderney „hatte ich wieder ein bisschen Heimweh“, erzählt Yağmurtaşan. Da Geschwister von ihm in Wuppertal leben, zog es den Koch für drei Jahre dorthin hin – und er arbeitete als Koch in zwei Restaurants.

Endgültig Fuß gefasst im Münsterland hat Yağmurtaşan Mitte 2017: Dort zeigte er im Oer´schen Hof für eineinhalb Jahre seine Kochkünste. Immer näher rückte er dann in 2018 dem „Neuen Herd“. Yağmurtaşan wurde gastronomischer Leiter des „Lindenhotels“ am Bahnhof in Altenberge.

Nun ist der 36-Jährige Küchenchef im Restaurant „Zum neuen Herd“. Und wenn er mal nicht am Herd steht, dann „fahre ich mit dem Rad durchs Münsterland oder jogge“, erzählt Yağmurtaşan. Aber, fügt er hinzu: „Ich koche gerne auch privat zu Hause“. Spaghetti mit Aioli, Risotto oder Fisch – Mazlum Yağmurtaşan gerät schnell ins Schwärmen, wenn er davon spricht, was bei ihm gerne auf dem Teller landet. Ein Koch, der seinen Beruf liebt – auch nach Feierabend.

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