Bau besteht seit 100 Jahren
Startschuss in der Kapelle

Altenberge -

Erst zur Kapelle, dann zum Vogelschießen: Das ist seit Langem der Ablauf beim Schützenfest der Entruper Schützen. Auch die Vorbereitungen auf das Schützenfest begannen jetzt mit einem kurzen Wortgottesdienst an der Kapelle. Denn der Bau existiert nun seit 100 Jahren.

Montag, 10.06.2019, 20:00 Uhr
An der Kapelle feierten die Entruper Schützen einen kurzen Wortgottesdienst.
An der Kapelle feierten die Entruper Schützen einen kurzen Wortgottesdienst. Foto: Sigrid Terstegge

Seit 100 Jahren steht die Kapelle der Entruper Schützen auf dem Hof Trappe, früher Leutermann . Ihr zur Ehren begannen die Schützen am Samstag die Vorbereitung auf das Schützenfest am kommenden Wochenende mit einem kurzen Wortgottesdienst an der Kapelle, gehalten von Pastoralreferent Norbert Westermann .

„Als in den Zeiten des Ersten Weltkriegs immer mehr junge Männer eingezogen wurden, haben 1915 der damalige Hofbesitzer Franz Leutermann und seine Frau Maria ein Gelöbnis abgelegt. Sie schworen, eine Kapelle zu bauen, sollten alle drei Söhne unbeschadet aus dem Weltkrieg nach Hause kommen“, ging Westermann kurz auf die Geschichte ein.

Kapelle und Kirche: gemeinsamer Geburtstag

Später wurde der idyllische Bau unter den Platanen dem Schützenverein als Gedächtniskapelle für die Verstorbenen übergeben. Seitdem geht es vor dem Vogelschießen immer zuerst zu der, dem Herzen Jesu geweihten, Kapelle. „Der Geburtstag der Kapelle ist eigentlich auch derjenige der Kirche“, erläuterte Westermann. Denn das Pfingstereignis wird als Beginn der Kirche betrachtet, betonte er.

Den Titel des Buschkönigs errang Tim Wiewer (kl. Bild/l.). Vorsitzender Bernd Laubrock gratulierte ihm.

Den Titel des Buschkönigs errang Tim Wiewer (l.). Vorsitzender Bernd Laubrock gratulierte ihm. Foto: Sigrid Terstegge

Nach dem Gottesdienst zogen alle Schützen und Gäste einmal quer über die Straße in den Busch zur Vogelstange. In einer kleinen Vereinssitzung erläuterte der Vorsitzende Bernd Laubrock das Programm des kommenden Festes. Dazu gehörte auch ein Plan, wann was aufgestellt und geschmückt wird.

Die Vogelstange wurde noch am Samstag mit einem Birkenzweig hübsch gemacht. Schließlich musste ein weißer Vogel mit schwarzen Flecken und Krone noch sein Holzleben lassen. Denn der Buschkönig wurde ausgeschossen. Diesen Titel eroberte Tim Wiewer.

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