Ausbau des Glasfasernetzes in den Außenbereichen
Start noch in diesem Jahr?

Altenberge/Laer/Horstmar -

Wenn alles gut läuft, könnte in vier Monaten mit dem Breitbandausbau in den Außenbereichen der Kommunen Altenberge, Laer und Horstmar gestartet werden. Dies gaben die Bürgermeister Peter Maier, Jochen Paus und Robert Wenking bekannt.

Donnerstag, 11.07.2019, 19:00 Uhr
Blicken optimistisch in die Breitband-Zukunft der Außenbereiche (v.l.): Sebastian Nebel (Wirtschaftsförderer der Gemeinde Altenberge), Ferdinand Keuchel (Bauamtsleiter Horstmar), Ingmar Ebhardt (Breitbandkoordinator des Kreises Steinfurt) sowie die Bürgermeister Peter Maier (Laer), Jochen Paus (Bürgermeister) und Robert Wenking (Horstmar).
Blicken optimistisch in die Breitband-Zukunft der Außenbereiche (v.l.): Sebastian Nebel (Wirtschaftsförderer der Gemeinde Altenberge), Ferdinand Keuchel (Bauamtsleiter Horstmar), Ingmar Ebhardt (Breitbandkoordinator des Kreises Steinfurt) sowie die Bürgermeister Peter Maier (Laer), Jochen Paus (Bürgermeister) und Robert Wenking (Horstmar). Foto: Nix

Rund 750 private und gewerbliche Nutzer sowie Schulen in den Außenbereichen von Altenberge, Laer und Horstmar werden an das Glasfasernetz angeschlossen. Mit dem weiteren Ausbau des Breitbandnetzes wird das „schnelle Internet“ vorangebracht. Altenberge ist bei diesem Projekt federführend. Die Bürgermeister Jochen Paus und seine Amtskollegen Robert Wenking (Horstmar) sowie Peter Maier (Laer) informierten über den Stand der Dinge.

750 Nutzer

Im November 2017 erteilte das Land NRW, im Februar 2018 der Bund eine vorläufige (Förder-)Genehmigung. Auf dieser Basis konnten die Ausschreibungen der nötigen Arbeiten vorbereitet werden. Wichtig bei der Bewertung eingehender Angebote entsprechender Unternehmen war nicht nur ein vernünftiges Preisniveau, auch Kompetenz, gute Referenzen und die Zusicherung zügigen Arbeitens waren bedeutsam.

Gute Referenzen

Die Ausschreibung startete im Juli 2018. Vergaberecht und Telekommunikationsrecht sind eine komplizierte juristische Materie, so dass sich der Vorgang insgesamt in die Länge zog. Rechtssicherheit ist jedoch bei einem solchen Projekt äußerst wichtig. Daher wurden fachkundige Berater hinzugezogen. Auch qualitative Nachforderungen bei den am Ausschreibungsverfahren beteiligten Unternehmen und nicht immer optimale Teilnahmebeiträge führten zu erheblichen Zeitverzögerungen. So schritt das Projekt nicht so zügig voran, wie es sich die Kommunen wünschten. Doch jetzt ist Licht am Horizont erkennbar.

18,8 Millionen Euro

„Wir haben bereits ein großes Stück des Weges mit tatkräftiger Unterstützung von Ingmar Ebhardt, Breitbandkoordinator des Kreises Steinfurt, hinter uns gebracht“, betonte Paus. Eine gute Nachricht: Die veranschlagten Gesamtkosten für alle drei Kommunen von insgesamt rund 18, 8 Millionen Euro werden voraussichtlich unterschritten. Gebietskorrekturen wurden inzwischen berücksichtigt, der Hausanschluss ist für die Immobilienbesitzer kostenlos. Bedingung für den Glasfaseranschluss innerhalb des Projektes: die Downloadrate von 30 Mbit pro Sekunde muss unterschritten werden, damit grundsätzlich eine Unterversorgung vorliegt.

„Die Ausschreibungen sind durchgeführt und die Angebote ausgewertet“, erläutert Paus. „Wir sind jetzt soweit, dass wir einen endgültigen Förderantrag beim Bund einreichen können“, so Ebhardt. Allerdings müssen auch vom in Frage kommenden Leistungsanbieter Unterlagen eingereicht werden, die erst zu prüfen sind. „Wir haben momentan unseren Part erledigt“, betont der Breitbandkoordinator. „Theoretisch müsste es jetzt möglich sein, in maximal vier Monaten eine Zusage zu erhalten“, sagt Ebhard. Festlegen möchte er sich allerdings nicht. Ein potenzieller Bieter für die Breitband-Arbeiten in den drei Gemeinden hat sich bereits herauskristallisiert, doch konkret möchten sich die Gemeinden noch nicht äußern. Erst muss der Bund grünes Licht geben. Trotz aller Zurückhaltung: Das Projekt soll möglichst noch in diesem Jahr starten – und zwar gleichzeitig in allen drei Kommunen. Dabei wird mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren gerechnet.

„Auch ich bin zuversichtlich, dass wir einen Stand erreicht haben, der uns relativ zeitnah weiterführt“, sagte Bürgermeister Robert Wenking.

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