Treffen der Kreisheimatvereine
Bestände digitalisieren

Altenberge -

Die Vernetzung der Heimatverein schreitet voran. Zu diesem Thema fand ein Treffen in Stenings Scheune statt.

Sonntag, 04.08.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 16:14 Uhr
Auch Reinhild Finke (r.), Vorsitzende des Kreisheimatvereins, nahm an dem Treffen in Stenings Scheune teil.
Auch Reinhild Finke (r.), Vorsitzende des Kreisheimatvereins, nahm an dem Treffen in Stenings Scheune teil. Foto: Heimatverein

Für die Unterstützung der Heimatvereine bei der Digitalisierung ihrer Bestände hat der Heimatverein Riesenbeck eine Vorreiterrolle eingenommen und ein umfangreiches Programmpaket erstellt, das allen Heimatvereinen zur Verfügung gestellt wird. Damit möglichst viele Vereine davon profitieren, hatte der Kreisheimatbund die Heimatvereine des Kreises Steinfurt zu einer Vorstellung des Systems nach Altenberge eingeladen. Zahlreiche Heimatvereine aus dem Kreis folgten dieser Einladung in Stenings Scheune.

Mit dem neuen Programmpaket können unter anderem Personen und Gegenstände erfasst werden. Zudem können den jeweiligen Personen oder Gegenständen Dokumente und Bilder beigefügt werden. Eine Begrenzung gibt es hierbei nicht. „Die Heimatvereine aus Altenberge, Greven und Laer haben hier eine Vorreiterrolle übernommen und das System auf Herz und Nieren geprüft“, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter. Alle drei Vereine sind mittlerweile fest an dieses System angeschlossen. Weitere Vereine wie Riesenbeck und Vorhelm nutzen dieses System ebenfalls.

Dr. Klaus Werner Kahl vom Heimatverein Riesenbeck, der auch Urheber dieses Systems ist, stellte in seinem Vortrag die Komponenten und die Arbeitsweise vor. Anschließend folgte eine rege Diskussion, bei der sich herausstellte, dass viele Vereine auch gerade daran interessiert sind, ihre Bibliothek mit diesem System zu verwalten. Klaus Werner Kahl nahm hier die ersten Anpassungswünsche des Systems als Anregung mit nach Hause.

Das System wird den Heimatvereinen kostenlos zur Verfügung gestellt. Die anfallenden Kosten beschränken sich auf eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 550 Euro. Monatlich entfallen dann Bereitstellungskosten in Höhe von 20 Euro je Heimatverein. Jeder Heimatverein kann bis zu 20 Personen anmelden, die mit dem System arbeiten können.

Reinhild Finke, Vorsitzende des Kreisheimatbundes, regte an, eine finanzielle Unterstützung für den Aufbau eines Arbeitsplatzes über das Land NRW in Form von Heimatschecks zu erhalten. Die Fördermittel seien allerdings für dieses Jahr wahrscheinlich bereits ausgeschöpft. Für die beiden nächsten Jahre sei eine Förderung aber durchaus möglich.

Sinn des Digitalisierungssystems ist die Vernetzung der Heimatvereine untereinander. So können ortsübergreifend Informationen eingesehen und ergänzt werden. Das Angebot richtet sich nicht nur an die Heimatvereine im Kreis Steinfurt. Jeder Verein in Deutschland kann sich dem System anschließen. Je mehr Vereine, desto mehr Daten können untereinander geteilt werden.

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