AT-Zweirad reagiert auf Fachkräftemangel
Ein Unternehmen geht neue Wege

Altenberge -

Fachkräfte dringend gesucht: Das gilt auch für das Unternehmen AT-Zweirad. Die Firma hat auf das Problem reagiert. Sie verstärkt sich etwa mit Mitarbeitern aus dem EU-Ausland. Ebenso wurde Menschen mit Behinderungen eine Beschäftigung angeboten. Dafür wurde eine Integrationsabteilung eingerichtet.

Montag, 12.08.2019, 18:00 Uhr
Darüber, wie AT-Zweirad versierte Fachkräfte gewinnt, informierten sich MdB Marc Henrichmann (2.v.r.) und die CDU-Fraktionsvorsitzende Sigrid Schulze Lefert (2.v.l.) bei Edith Beglet-Thiemann und Volker Thiemann (M.). Die erfolgreiche Integration von Menschen mit Behinderung stellte Christian König vor.
Darüber, wie AT-Zweirad versierte Fachkräfte gewinnt, informierten sich MdB Marc Henrichmann (2.v.r.) und die CDU-Fraktionsvorsitzende Sigrid Schulze Lefert (2.v.l.) bei Edith Beglet-Thiemann und Volker Thiemann (M.). Die erfolgreiche Integration von Menschen mit Behinderung stellte Christian König vor.

Fachkräfte dringend gesucht: Das gilt auch für das Unternehmen AT-Zweirad. Die Firma hat auf das Problem reagiert. Sie verstärkt sich etwa mit Mitarbeitern aus dem EU-Ausland. Ebenso wurde Menschen mit Behinderungen eine Beschäftigung angeboten. Dafür wurde eine Integrationsabteilung eingerichtet. Das interessierte den heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann , der auf seiner Wahlkreis-Sommertour die Fahrradmanufaktur besuchte.

15 Nationen beschäftigt AT-Zweirad, berichtete Geschäftsführerin Edith Beglet-Thiemann . Zuletzt verstärkten drei Spanier das Team, heißt es im Pressetext. Zeitlich begrenzte Arbeitsgenehmigungen, zum Beispiel für einen indischen Baumaschineningenieur, erschwerten auch die Planung. „Ganz wichtig für uns ist ein fundiertes Einwanderungsgesetz“, so die Auffassung der Geschäftsführerin. „Genau ein solches Gesetz habe der Bundestag nun auf den Weg gebracht“, betonte Marc Henrichmann. „Jetzt müssen wir sehen, wie es wirkt“, erklärte er und bat das Unternehmen um eine Rückmeldung aus der Praxis, sobald Erfahrungen mit der Regelung vorlägen.

Positiv aufgenommen wurde bei AT-Zweirad, dass die Bundesregierung den Handwerksmeister mittlerweile als gleichrangig zu einem akademischen Abschluss einordnet. „Ein Zweiradmechatroniker muss für seine komplexen Tätigkeiten genauso viel wissen und können wie ein Akademiker und sich ständig weiterbilden“, ist Edith Beglet-Thiemann überzeugt, ebenso der Bundestagsabgeordnete. „Eine solide Ausbildung im Handwerk eröffnet für viele sogar bessere Perspektiven als ein Studium.“

Der Parlamentarier warb zugleich für das Qualifizierungschancengesetz. Dieses bietet Arbeitgebern und gering Qualifizierten Anreize, auf ihre persönliche Fortbildung zu setzen. „Das ist ein wichtiger Ausweg aus schlecht bezahlten Hilfstätigkeiten“, so der Politiker.

Bei AT-Zweirad packen zudem auch Menschen mit Behinderungen an. Aktuell sind es 18 Menschen. Darunter sind psychisch Erkrankte oder auch Gehörlose. Betreut werden sie von Christian König vom Integrationsfachdienst im Kreis Steinfurt. „Die Beschäftigten mit Handicap sind in den Abteilungen voll integriert“, berichtete er. Arbeitsprozesse seien angepasst, die Kollegen sind für den Umgang mit psychischen Erkrankungen geschult worden. „Die Belegschaft trägt das voll mit“, zieht er ein positives Fazit.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6845413?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Nachts sind alle Roller grün
Nachhaltige Idee – (noch) nicht nachhaltig umgesetzt: Die E-Scooter werden noch mit Diesel-Fahrzeugen transportiert. Wilfried Gerharz
Nachrichten-Ticker