Gemeinde will Sammelsystem neu regeln
Gelber Sack oder Gelbe Tonne?

Altenberge -

Überwiegen die Vorteile beim Gelben Sack oder ist die Gelbe Tonne praktischer? Mit dieser Frage sollen sich jetzt die Altenberger Bürger auseinandersetzen. Hintergrund ist, dass die Gemeinde die Möglichkeit hat, das Sammel- und Sortiersystem zu tauschen. Dazu sollen auch die Bürger befragt werden.

Freitag, 16.08.2019, 17:40 Uhr
Gemeinde will Sammelsystem neu regeln: Gelber Sack oder Gelbe Tonne?
Foto: Hoepfner Niklaus

Überwiegen die Vorteile beim Gelben Sack oder ist die Gelbe Tonne praktischer? Mit dieser Frage sollen sich jetzt die Altenberger Bürger auseinandersetzen. Hintergrund ist, dass die Gemeinde die Möglichkeit hat, das Sammel- und Sortiersystem zu tauschen.

Bis 2020 ist die Firma Remondis im Kreis Steinfurt mit dem Einsammeln der Gelben Säcke beauftragt. Durch Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes 2019 können Kommunen zu Beginn eines Ausschreibungszeitraumes Änderungen bei der Sammlung mit dem Betreiber verhandeln.

„Von dieser Möglichkeit wollen wir Gebrauch machen und dabei die Bürgermeinung mit einfließen lassen“, erklärt Bürgermeister Jochen Paus . Diese Thematik soll im September sowohl im Umweltausschuss als auch im Rat diskutiert werden.

Wichtig ist für die Verwaltung, dass möglichst viele Bürger dazu Stellung nehmen. Dazu werden in diesen Tagen an rund 4300 Haushalte Informationskarten verschickt, mit der jeder sich an dieser Befragung beteiligen kann.

Auf dieser Informationskarte werden die Vor- und Nachteile sowohl der Tonne als auch des Sackes gegenüber gestellt.

Vorteile des Gelben Sackes sieht die Gemeinde in dem unbegrenzten Volumen, da bei den 14-tägigen Abholterminen mehrere Säcke genutzt werden können. Der Sack verbraucht relativ wenig Platz und Fehlwürfe werden sofort sichtbar. Nachteile sind, dass die Säcke sehr oft reißen und zu einer Vermüllung führen können.

Für die Gelbe Tonne spricht, dass sie stabil und wetterunempfindlich ist und zugeordnet werden kann. Sie hat aber nur ein begrenztes Volumen (120 oder 240 Liter), wird in einem vierwöchigen Abstand abgeholt und benötigt einen festen Stellplatz. Fehlwürfe sind nur schwer kontrollierbar und können zu finanziellen Nachforderungen durch den Entsorger führen.

Aus Sicht der Verwaltung überwiegen daher die Vorteile des Gelben Sackes. Allerdings will die Gemeinde den Verhandlungen versuchen, Reißfestigkeit Säcke zu bekommen. „Eine dickere Folie wird die Gemeinde auf jeden Fall einfordern“, erklärt der Bürgermeister.

Sollte dies nicht möglich sein, muss über die Einführung der Gelben Tonne eine Einigung erzielt werden, heißt es in der Vorlage der Verwaltung, über die der Gemeinderat letztlich befinden muss.

Zu Mehrkosten für die Bürger kann die Umstellung nach Ansicht der Verwaltung nicht führen. „In der gültigen Verpackungsverordnung ist geregelt, dass der Verbraucher mit dem Kauf eines verpackten Produktes bereits für die Entsorgung der Verpackung bezahlt hat“, sagt die Umwelt- und Klimaschutzbeauftragte Anke Meier. Sie hofft, dass sich möglichst viele Haushalte an der Umfrage beteiligen.

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