Fledermausführung: Kinder mit Ferdinand im Eiskeller
Nächtliche Speise: 4000 Mücken

Altenberge -

um vierten und letzten Mal in diesem Sommer ging es am Montagabend mit „Ferdinand“ in den Eiskeller. Etwa 20 Kinder besuchten mit ihren Eltern die Veranstaltung des Ferienprogramms „Sommersause“. Das Thema hatte natürlich einen geheimnisvollen „Touch“, denn es ging um Fledermäuse

Dienstag, 20.08.2019, 17:30 Uhr
Star des Abends war die Fledermauspuppe Ferdinand, vorgestellt von Björn Gedenk. Kinder und Eltern (kl. Bild) waren fasziniert
Star des Abends war die Fledermauspuppe Ferdinand, vorgestellt von Björn Gedenk. Kinder und Eltern (kl. Bild) waren fasziniert Foto: Rainer Nix

Zum vierten und letzten Mal in diesem Sommer ging es am Montagabend mit „Ferdinand“ in den Eiskeller. Etwa 20 Kinder besuchten mit ihren Eltern die Veranstaltung des Ferienprogramms „Sommersause“. Das Thema hatte natürlich einen geheimnisvollen „Touch“, denn es ging um Fledermäuse. Ihren Kultstatus haben sie nicht zuletzt den haarsträubenden Geschichten um den Vampir Graf Dracula zu verdanken, dessen literarische Vorlage vom irischen Schriftsteller Bram Stoker stammt.

Aber nein, um blutrünstige Vampire ging es im Eiskeller nicht. Die Kids erfuhren auf unterhaltsame Weise viel Wissenswertes über die Flieger. Zunächst einmal verblüfft die Tatsache, dass sie keine Vögel, sondern Säugetiere sind. Für Staunen sorgt auch, dass sich die eifrigen Insektenjäger in einer Nacht bis zu 4000 Mücken einverleiben.

Vermittler des lehrreichen Wissens war nicht nur Moderator Norbert Rottmann vom Heimatverein. Der eigentliche Star hieß „Ferdinand“, eine kuschelige Fledermaus-Handpuppe, vorgeführt von Björn Gedenk. Nach Filmen, unter anderem über die Geburt eines flatterigen Säugers, ging’s in die Tiefen des Eiskellers hinab.

„Jetzt zeigen wir euch Ferdinands Schlafzimmer“, kündigte Rottmann an. Lange schon wird der Eiskeller der ehemaligen Brauerei Gebrüder Beuing nicht mehr dazu gebraucht, Gerstensaft zu kühlen. Die flinken Flattermänner haben die untersten Gewölbe für sich vereinnahmt. Hier halten sie ab Oktober ihren Winterschlaf.

Am Montagabend waren die Wasser- und Fransenfledermäuse sowie auch das „Braune Langohr“ nicht live zu erleben, denn sie waren draußen noch sehr intensiv mit ihrer Jagd beschäftigt.

Dazu stand ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm. Mit so genannten „Bat-Detektoren“, elektronischen Geräten zum Aufspüren der Säuger, gingen die Kinder auf die „Jagd“. Dieses spezielle „Radar“ setzt Fluggeräusche in hörbare Töne um. Rottmann: „Typisch ist der bizarre Zickzackkurs, mit dem sie durch die Lüfte fliegen. Auf unsere Fledermäuse ist Verlass“, versprach Rottmann schon im Vorfeld der Exkursion. „20 Minuten nach Sonnenuntergang sind sie mit Sicherheit unterwegs.“

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