Alisa Braas arbeitete drei Jahre im Jugendheim
Abschied fällt schwer

Altenberge -

Drei Jahre arbeitete Alisa Braas im Jugendheim. Nun wurde die Studentin der Sozialen Arbeit verabschiedet.

Dienstag, 27.08.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 28.08.2019, 15:16 Uhr
Die Studentin Alisa Braas (3.v.l.) unterstützte in den vergangenen drei Jahren die Arbeit von Ulla Wilken (r.) im Jugendheim. Nun zieht es Braas für eine halbes Jahr nach Uruguay, um dort ein Praxissemester zu absolvieren.
Die Studentin Alisa Braas (3.v.l.) unterstützte in den vergangenen drei Jahren die Arbeit von Ulla Wilken (r.) im Jugendheim. Nun zieht es Braas für eine halbes Jahr nach Uruguay, um dort ein Praxissemester zu absolvieren. Foto: mas

Alisa Braas strahlt immer wieder, wenn sie über ihre Arbeit im Jugenheim erzählt. „Das war schon toll“, blickt die 29-Jährige zurück, die am Montag nicht nur von ihrer Chefin, Jugendheimleiterin Ulla Wilken , sondern auch von zahlreichen Kindern verabschiedet wurde. Drei Jahre lang war Braas, die Soziale Arbeit an der Fachhochschule Münster studiert, auf Honorarbasis im Jugendheim beschäftigt. Nun ruft das nächste Projekt: Im Rahmen des Studiums steht ein sechsmonatiges Praxissemester bevor. Das Ziel: Montevideo, die Hauptstadt von Uruguay.

Dort wird Alisa Braas im Bereich der sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Voraussichtlich wird sie in der sogenannten aufsuchenden Arbeit eingesetzt, so Braas. „Das genaue Aufgabengebiet wird sich vor Ort herausstellen“, sagt die Studentin, die in Münster aufgewachsen ist und lebt. Alisa Braas kam erst auf Umwegen zu ihrer jetzigen Berufung. Nach dem Besuch der Realschule folgte eine Ausbildung zur Floristin. Braas weiter: „Ich wollte zunächst etwas Praktisches machen.“ Doch anschließend ging es wieder in die Schule – und zwar zum Adolf-Kolping-Berufskolleg in Münster, das sie mit dem Fachabi für Gestaltung verließ.

Somit konnte Alisa Braas ihr nächstes Projekt starten. Sie begann ein Design-Studium (unter anderem mit dem Schwerpunkt Fotografie). Doch der Wunsch, gestalterische Arbeit mit sozialen Kontakten zu verbinden, macht ein weiteres Studium erforderlich: Seit dem Wintersemester 2017/2018 studiert Alisa Braas nun Soziale Arbeit. Da für die Aufnahme des Studiums ein Vorpraktikum erforderlich war, zog es die 29-Jährige ins Jugendheim nach Altenberge.

Und seitdem ist sie für viele Kinder und Jugendliche zur festen Bezugsgröße geworden. Alisa Braas führte Workshops (unter anderm Graffiti, Foto-Storys und Snapchat) durch, half den jungen Menschen bei Bewerbungen oder spielte auch schon mal eine Runde Darts und Billard mit den Kindern und Jugendlichen.

Ulla Wilken lässt die Studentin nur ungern ziehen: „Es ist natürlich schön, dass sie nun ein halbes Jahr im Ausland leben und neue Erfahrungen sammeln kann. Aber sie hat hier sehr gute Arbeit geleistet und wurde von allen akzeptiert.“

Alisa Braas hat drei Jahre lang den Jugendheimalltag hautnah miterlebt. „Ich bin immer gerne hierher gekommen.“ Gerade für Kinder und Jugendliche, betonen Wilken und Braas, sei es wichtig, feste Ansprechpartner zu haben. Schließlich werden auch im Jugendheim Aufgaben übernommen, die im Elternhaus manchmal auf der Strecke bleiben. Braas: „Für viele junge Menschen sind wir hier eine Konstante in ihrem Leben.“

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