Partnerschaft mit Gooik: Treffen am 11. September
Der letzte Versuch

Altenberge -

Sebastian Nebel, in der Gemeindeverwaltung zuständig für den Austausch mit der Partnergemeinde Gooik, setzt sich dafür ein, die Kooperation fortzuführen. Dafür müssen sich engagierte Mitstreiter finden, die dem Austausch wieder Leben einhauchen möchten. Dazu findet am 11. September ein Infoabend statt.

Mittwoch, 28.08.2019, 19:00 Uhr
Im Rathaus hängt die Gründungsurkunde: Am 3. Juni 1979 wurde die Partnerschaft mit der Gemeinde Gooik in Belgien besiegelt. Werner Witte (r.) und Sebastian Nebel suchen dringend Bürger, die den Austausch wieder beleben möchten.
Im Rathaus hängt die Gründungsurkunde: Am 3. Juni 1979 wurde die Partnerschaft mit der Gemeinde Gooik in Belgien besiegelt. Werner Witte (r.) und Sebastian Nebel suchen dringend Bürger, die den Austausch wieder beleben möchten. Foto: mas

Es ist ruhig, sehr ruhig geworden in der Partnerschaft zwischen den Gemeinden Altenberge und Gooik (Belgien). In diesem Jahr besteht das Bündnis seit 40 Jahren – eine gemeinsame Feier findet nicht statt. Dazu besteht auch kein Anlass. Schließlich ruhen seit fast zehn Jahren die Aktivitäten zwischen den beiden Kommunen. Doch geht es nach Sebastian Nebel , im Rathaus für den Austausch zuständig, und Werner Witte vom Gooik-Ausschuss, soll das so nicht bleiben. Am 11. September (Mittwoch) sind alle Interessierten um 20 Uhr in Stenings Scheune eingeladen, die sich aktiv in der Partnerschaft einbringen möchten, egal ob Privatperson oder Vereinsvertreter. Nebel: „Jeder ist willkommen, der sich hier engagieren möchte.“

40 Jahre

Am 3. Juni 1979 wurde die Partnerschaft offiziell in Altenberge besiegelt. Rund 150 Gooiker waren damals zu Gast im Hügeldorf. In den Folgejahren entwickelte sich ein reger Austausch: KJG, Pfadfinder, Messdiener, Jugendorchester und und und – viele Altenberger suchten den Kontakt. Doch warum die Aktivitäten seit mehr als über zehn Jahren so gut wie abgebrochen sind, können sich Sebastian Nebel und Werner Witte nicht genau erklären. „Die Gastfreundschaft ist in Gooik ganz besonders groß“, sagt Werner Witte. Er ist ein Veteran in der Partnerschaft. Seit 30 Jahren hält er zusammen mit seiner Frau Kontakt zu einem Ehepaar in Gooik. „Das läuft ganz hervorragend“, sagt Witte. Mindestens einmal im Jahr trifft man sich in Belgien oder Deutschland.

Belgien

Gerade die privaten Beziehungen, die sich im Rahmen von Partnerschaften zwischen Kommunen entwickeln, machen den Reiz aus, betonen Witte und Nebel, die alles daran setzen, dem Austausch wieder mehr Leben einzuhauchen.

Infoabend

Einen zarten Hoffnungsschimmer gab es Anfang dieses Jahres, als eine Fußball-Delegation des TuS zusammen mit Werner Witte und Sebastian Nebel nach Gooik reiste, um erste Kontakte zu knüpfen. Zu einem gegenseitigen Turnierbesuch ist es allerdings dann nicht gekommen. Dennoch: Gerade über die Vereine lassen sich Kontakte knüpfen. „Natürlich müssen auch die Politik und die Verwaltung voll und ganz dahinterstehen“, appelliert Sebastian Nebel.

Nun sei es zunächst wichtig, einen funktionierenden Gooik-Ausschuss ins Leben zu rufen. Dass das nicht einfach sein wird, darüber ist sich Nebel im Klaren. Dennoch hofft er auf einige Bürger, die sich hier in Zukunft verstärkt engagieren möchten. Dabei sollte die Sprache kein Hindernis darstellen. Wer nicht Französisch oder Flämisch beherrscht, der kommt mit Englisch gut zurecht, betont Nebel. Er macht aber auch unmissverständlich klar: „Es ist der letzte Versuch.“ Sollte dieser scheitern, werde die Partnerschaft zwar nicht beendet, aber auf Dauer ruhen.

Zum Thema

Treffen zur Wiederbelebung der Partnerschaft mit Gooik: 11. September (Mittwoch), Beginn 20 Uhr, Stenings Scheune. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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