Kartoffeltag und Motorenschau
Technische Schätze eine Attraktion

Altenberge -

„Stationärmotoren“ gab es vor dem Schlepper- und Gerätemuseum Altenberge in Kümper zu sehen. Viele Experten kamen und tauschten sich aus.

Montag, 09.09.2019, 17:00 Uhr
Zahlreiche nicht alltägliche Exponate gab es für Jung und Alt an diesem Tag zu erleben.
Zahlreiche nicht alltägliche Exponate gab es für Jung und Alt an diesem Tag zu erleben. Foto: nix

Sogenannte Stationärmotoren gab es am Samstag vor dem Schlepper- und Gerätemuseum Altenberge in Kümper zu sehen. Die Maschinen, zum Teil noch aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wurden überall dort, wo es keine Stromversorgung gab, zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt. Attraktion für Mädchen und Jungen eines Outlaw-Kindergartens war an diesem Tag die Kartoffelernte mit einem alten Kartoffelroder. So etwas erlebt man heute nicht jeden Tag.

Das Stationärmotortreffen war vor allem etwas für Experten, die darüber gern fachsimpeln. „Die Landwirtschaft, das Baugewerbe und andere Branchen setzen solche Aggregate ein“, erläuterte Reinhard Vogelsang, Sprecher des Wesseler-Clubs Altenberge. Standen zum Beispiel Melkmaschinen auf dem Acker, so gab es dort meistens keinen Stromanschluss. In solchen Fällen trieb man sie mit 1,5 bis 3-PS-Motoren an, je nachdem mit Diesel oder Benzin betrieben.

Ein besonders interessantes Exponat war der Motor aus dem Jahre 1941, der einst bei der Ziegelei Hanning in Nordwalde einen mobilen „Steinbrecher“ antrieb. „Mit ihm verarbeitete man Fehlbrände zu Schotter“, erläuterte der heutige Besitzer Stefan Lenger. Die Motorenreihe wurde von 1938 bis 1978 gebaut und erreichte eine Gesamtstückzahl von nahezu 79 000.

Eugen Rölver zeigte Zündkerzen aus mehr als 100 Jahren Geschichte. Auch ein Vorläufer, genannt „Zündflansch“, war unter seinen Ausstellungsstücken. Paul Rampelmann ist ein ambitionierter Modellbauer und überdies Perfektionist. Mit seinen eigenen Händen fertigte er das Modell des ersten Deutz-Viertaktmotors aus dem Jahr 1895 vom Typ F4. „Ich hatte beim Bau lediglich Bilder aus einer Zeitschrift ohne Angabe des Maßstabes“, berichtete er. Der Enthusiast errechnete die Größe des Modells selbst aus den Angaben der technischen Daten.

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