Denkmaltag: Kein Ansturm im „Kittken“ und in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist
Rund 200 Besucher im Eiskeller

Altenberge -

Insbesondere der Eiskeller und das Heimathaus waren am Tag des Denkmals begehrt. Zahlreiche Besucher wollten die Objekte einmal näher inspizieren.

Montag, 09.09.2019, 15:12 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 15:40 Uhr
Der Eiskeller war während des Denkmaltages in Altenberge am meisten nachgefragt. Manfred Leuker (kl. Foto) informierte über das Heimathaus.
Der Eiskeller war während des Denkmaltages in Altenberge am meisten nachgefragt. Manfred Leuker (kl. Foto) informierte über das Heimathaus. Foto: Lehmkuhl

Mit der Pfarrkirche St. Johannes Baptist, dem Eiskeller und dem ehemaligen Gefängnis (Kittken) hatten am Sonntag im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“ drei historische Bauwerke in Altenberge ihre Pforten geöffnet. Der bundesweite Denkmaltag stand unter dem Motto „Moderne: Umbrüche in Kunst und Architektur“ – diesem entsprachen die drei Denkmäler. Sowohl die Pfarrkirche als auch der Eiskeller und das kleine Zuchthaus hatten im Verlauf ihrer Entstehungsgeschichte bis heute viele architektonische Veränderungen erfahren.

Manfred Leuker

So wurde die Pfarrkirche in der Mitte des 14. Jahrhunderts als Hallenkirche an den bestehenden Turm angebaut. 1882 wurde der Kirchturm abgebrochen und ein neugotischer Westbau und Turm errichtet. Die Quergiebel der Seitenschiffe wurden wohl 1882 nach Befund rekonstruiert. Das Portal auf der Südseite wurde 1961 erneuert. Vor rund zehn Jahren erfolgte eine große Renovierung.

Zuchthaus

Das heutige Heimathues Kittken des Altenberger Heimatvereins entstand in seiner jetzigen Form 1885 und diente ursprünglich als Wohnhaus. 1889 wurde ein kleiner massiver Anbau am Wirtschaftsteil erstellt, der bis etwa 1945 als Arrestlokal diente. Bis 1994 war das „Kittken“ dann eine Privatwohnung. 1995 begann der Heimatverein mit der Restaurierung des Gebäudes, die 1997 beendet wurde und jetzt als „Heimathues Kittken“ fungiert.

Der Eiskeller wurde 1860 in Altenberge errichtet. 30 Jahre später wurde durch den großen Lagerkeller in der mittleren Etage mit dem doppelgeschossigen Eiskeller vergrößert. Im Rahmen der Regionale 2004 erfolgten die Ausbaumaßnahmen und der Bau des Informationspavillons.

Pfarrkirche

Der Renner des Denkmaltages in Altenberge war ohne Zweifel der für die Region einzigartige Eiskeller. Rund 200 Besucher zählte man während der vielen Führungen. Etwas ruhiger ging es rund um das „Heimathues Kittken“. Manfred Leuker vom Vorstand des Heimatvereins Altenberge zeigte etwa 30 Interessierten nicht nur die ehemalige Arrestzelle mit der Original-Zellentür, sondern auch auf Wunsch das kleine Heimatmuseum in Stenings Scheune inklusive der jeweiligen Geschichte dahinter. „Aber am meisten interessierten sich die Leute für das ehemalige Kittchen“, hatte Manfred Leuker festgestellt.

In der Pfarrkirche St. Johannes Baptist waren die interessierten Besucher mehr oder weniger auf sich allein gestellt. In einem Fach – direkt am Eingang der Kirchstraße – befand sich ein Ständer, in dem sich kindgerechte Flyer und kleine bebilderte Heftchen die Informationen über den Sakralbau preisgaben. Damit machten sich die Besucher auf den Weg durch die Gewölbe der Kirche und informierten sich in Eigenregie.

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