Kontrolleure inspizierten die Biotonnen
26 Mal Rot gezückt

Altenberge -

Bei einer Überprüfung der Bio-Tonnen, die vorwiegend im Bereich der Billerbecker Straße und den umliegenden Wohngebieten durchgeführt wurde, zückten die Kontrolleure insgesamt 26 Mal den roten Aufkleber. Diese Tonnen wurden nicht geleert.

Donnerstag, 12.09.2019, 19:00 Uhr
Stefan Richards kontrollierte in Altenberge die Bio-Tonnen. Wer seinen Abfall in Plastiktüten gepackt und zudem noch falsch befüllt hatte, der erhielt einen roten Aufkleber.
Stefan Richards kontrollierte in Altenberge die Bio-Tonnen. Wer seinen Abfall in Plastiktüten gepackt und zudem noch falsch befüllt hatte, der erhielt einen roten Aufkleber. Foto: mas

Im Fußball bedeutet die Rote Karte bekanntlich nichts Gutes – runter vom Feld und anschließend wartet auf den Spieler mitunter eine mehrwöchige Sperre. Auch einige Altenberger Haushalte erhielten am Mittwoch zwar nicht eine rote Karte, sondern einen roten Aufkleber – befestigt an ihren Biotonnen. Und das bedeutet auch nichts Gutes: Sie waren falsch befüllt – und zwar gründlich. Vor allem Plastikbeutel, Plastikbecher und sonstige Abfälle wie Windeln oder Glas spürten die beiden Kontrolleure der Entsorgungs-Gesellschaft Steinfurt (EGST) mit Sitz in Saerbeck auf. Insgesamt 26 Mal zückten sie den roten Aufkleber. Deshalb wurde die Biotonne auch nicht geleert.

Weitere Kontrollen

Insgesamt 34 Haushalte kamen mit einer Verwarnung, also einem gelben Aufkleber, davon. Zwar wurden auch hier Fehleinwürfe registriert, die dieses Mal allerdings noch toleriert wurden. Aber: „Es werden noch weitere Kontrollen folgen“, ist dem gelben Aufkleber zu entnehmen.

Zusätzliche Gebühren

Am Mittwoch war die EGST nur mit zwei Personen in Altenberge im Einsatz, normalerweise sind es vier, erläuterte Beatrice Daal , Pressesprecherin der EGST. Vor allem im Bereich Billerbecker Straße waren die beiden Kontrolleure unterwegs. „Es gibt sicherlich noch Verbesserungsbedarf“, sagt Daal. Es liege an jedem einzelnen Bürger, die Biotonne richtig zu befüllen. Sie erinnert daran, dass in der Kompostieranlage in Saerbeck nicht alle Störstoffe zu 100 Prozent aussortiert werden können. Somit gelange möglicherweise Mikroplastik in die Umwelt oder in den in Saerbeck produzierten Kompost.

Kompost

Die Kontrollen führen Mitarbeiter der EGST regelmäßig in allen Kommunen des Kreises Steinfurt durch. Was diese bewirken, das soll bald näher untersucht werden. Wird mehrmals die Biotonne falsch befüllt, ist es durchaus möglich, dass Haushalte keine Biotonne mehr bekommen, kündigt Beatrice Daal auf Anfrage unserer Zeitung an. Dafür können sie verpflichtet werden, eine zusätzliche Restmülltonne zu nehmen. Dadurch fallen dann zusätzliche Gebühren an. In Greven, Rheine und Metelen sei man bereits in einigen Fällen so vorgegangen, sagt Daal.

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