CDU-Fraktionsspitze: Areal mit vielen Chancen
Bedarf für alle Wohnformen

Altenberge -

Der Anteil von Einfamilien- und Doppelhäusern im geplanten Baugebiet am Bahnhofshügel soll 60 bis 80 Prozent betragen – so zumindest der Vorschlag der CDU. Der Grünflächenanteil könnte fünf bis zehn Prozent betragen.

Samstag, 14.09.2019, 07:00 Uhr
Wie der Bahnhofshügel bebaut werden soll, darüber wird am nächsten Montag (16. Oktober) in einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses sowie des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses beraten.
Wie der Bahnhofshügel bebaut werden soll, darüber wird am nächsten Montag (16. Oktober) in einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses sowie des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses beraten. Foto: mas

„Es ist doch vermessen, nur sozialen Wohnungsbau oder alternative Wohnkonzepte zuzulassen“, sagt Matthias Große Wiedemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU , und kann diese Idee der SPD mit Blick auf die Bebauung des Bahnhofshügels nicht nachvollziehen. Es gehe vielmehr darum, eine „vernünftige Mischung von Bauformen zu finden“, ergänzt die CDU-Fraktionsvorsitzende Sigrid Schulze Lefert im Gespräch mit unserer Zeitung. Am Montag (16. September) diskutieren die Kommunalpolitiker ab 18 Uhr im Bürgerhaus über die Zukunft des Bahnhofshügels.

400 bis 600 Quadratmeter

13 Hektar groß ist die Fläche insgesamt, davon werden voraussichtlich zehn Hektar bebaut. Das Baugebiet solle „die für Altenberge typische Struktur erhalten“, sagt Schulze Lefert. Der überwiegende Teil – 60 bis 80 Prozent – soll für die Bebauung mit Einfamilien- bzw. Doppelhäusern (Grundstücksgröße 400 bis 600 Quadratmeter) zur Verfügung stehen. Der Anteil für öffentlichen oder freifinanzierten Geschoss-Wohnungsbau soll zwischen zehn bis 30 Prozent liegen, schlägt die CDU vor. „Hier biete sich der Streifen entlang der Bahnhofstraße an“, sagt Große Wiedemann. Eine massive Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus im Bereich des Bahnhofhügels lehnen die Christdemokraten ab, „da dann dass geschaffene Angebot erheblich die Nachfrage aus Altenberge übersteigt“, meint Matthias Große Wiedemann.

Weitblick

„Der Weitblick ins Münsterland bleibt erhalten“, gibt die CDU-Fraktionsspitze die Marschrichtung vor. Sie spricht sich für einen durchgehenden Grünzug als Verbindung vom Dorf/Friedhof bis zum Lidl und Sitzgelegenheiten aus. Große Wiedemann weiter: „Die Sicht wird nicht komplett verbaut.“ Der Grünanteil soll fünf bis zehn Prozent der Gesamtfläche betragen, so der CDU-Vorschlag. Außerdem möchte die Caritas eine stationäre Wohneinrichtung mit 46 Plätzen direkt unterhalb des Friedhofes errichten (zehn Prozent Anteil an der Gesamtwohnfläche). Große Wiedemann: „Das unterstützen wir ausdrücklich.“

Planungsbüros

Zwar wolle man den drei noch zu beauftragenden Planungsbüros einige Eckpunkte mit auf den Weg geben, sagt Sigrid Schulze Lefert. Aber: „Zu viele Einschränkungen sollten wir nicht machen und den Planern Raum für Kreativität geben.“ Wenn die ersten Entwürfe vorliegen, gebe es von Seiten der Politik noch genügend Möglichkeiten, über diese zu diskutieren und eigene Vorstellungen einzubringen. Bis zum Jahresende sollen erste Vorschläge vorliegen, hoffen die beiden Christdemokraten.

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