Bahnhofshügel
Die Planer können bald loslegen

Altenberge -

Keine Chance hatte die SPD mit ihrem Antrag, für den Bahnhofshügel nur eine Randbebauung zuzulassen. CDU, Grüne und UWG stimmten gegen den Wunsch der SPD. Zudem wurden einige Eckpunkte festgezurrt, wie die Bebauung künftig aussehen soll.

Dienstag, 17.09.2019, 19:00 Uhr
Bald sind Planer an der Reihe, um Vorschläge für die Bebauung des Bahnhofshügels zu unterbreiten. Welchen Vorgaben sind beachten müssen, wurde nun festgelegt.
Bald sind Planer an der Reihe, um Vorschläge für die Bebauung des Bahnhofshügels zu unterbreiten. Welchen Vorgaben sind beachten müssen, wurde nun festgelegt. Foto: mas

Sigrid Schulze Lefert, CDU-Fraktionsvorsitzende, ist „gespannt, was sie liefern“. Sie, das sind die Planungsbüros, die sich in Kürze mit der Bebauung des Bahnhofshügels beschäftigen werden und Ende November erste Entwürfe präsentieren sollen. Immerhin stehen die Planer vor der spannenden Aufgabe, ein 13 Hektar großes Areal zu gestalten. Komplett „freie Hand“ haben sie allerdings nicht. Denn einige Eckpunkte müssen sie beachten, die die Kommunalpolitiker am Montagabend in einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses sowie des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses festzurrten.

13 Hektar

Dabei galt: Die CDU setzte sich aufgrund ihrer Mehrheit in den Ausschüssen mit ihren Vorstellungen bei allen Entscheidungen durch. Einige Beispiele: Der Grünanteil soll fünf bis zehn Prozent der Gesamtfläche betragen. Das war den anderen Parteien zu wenig: Die Spannbreite reichte von 20 Prozent (UWG), 35 Prozent (Grüne) bis zu 60 Prozent ( SPD ).

Der Großteil der Fläche – 60 bis 80 Prozent – soll für die Bebauung mit Einfamilien- oder Doppelhäusern vorgehalten werden. Für den Geschoss- und Mietwohnungsbau soll der Anteil zehn bis 30 Prozent betragen. Mit diesem CDU-Vorschlag konnten sich SPD und Grünen nicht anfreunden. Letztere schlugen beispielsweise vor, Einfamilienhäuser überhaupt nicht zuzulassen, sondern lediglich Mehrfamilien- und Reihen/Doppelhäuser. Die SPD präferiert nur einen Geschoss-Wohnungsbau entlang der Bahnhofstraße.

Grünanteil

„Einfamilienhäuser sind nicht mehr zeitgemäß“, begründete Werner Schneider, Fraktionsvorsitzender der Grünen, die Haltung seiner Partei. „Diese Klientel wollen wird derzeit nicht bedienen.“ Und Ulrike Reifig (SPD) ergänzte: „Das kann nicht der Weg in die Zukunft sein.“

Das sehen CDU und UWG gänzlich anders: „Wir wünschen uns einen Mix unterschiedlicher Wohnformen“, so Matthias Große Wiedemann (CDU). „Und Einfamilienhäuser werden auch nachgefragt.“

Einfamilienhäuser

Und wie groß sollen die Grundstücke sein? Für den Vorschlag der CDU – 400 bis 600 Quadratmeter – stimmte nur die UWG, die sich ihrerseits sogar bis zu 700 Quadratmeter große Flächen vorstellen könnte.

Einigkeit herrschte in dem Punkt „Geschossigkeit“. Für Einfamilienhäuser soll die Firsthöhe maximal zehn Meter betragen. Bei Mehrfamilienhäusern sind maximal drei Voll-Geschosse zulässig.

Wo die Wohnformen platziert werden sollen, dafür gibt es nur eine Vorgabe. Entlang der Bahnhofstraße soll der Geschoss-Wohnungsbau erfolgen. Darüber hinaus werden den Planern keine Vorgaben gemacht.

Im Rahmen der Einwohnerfragestunde kritisierte Birgit Koch-Heite am Montagabend die große Spannbreite, die die CDU für den Geschoss- beziehungsweise Mietwohnungsbau vorsehe. Koch-Heite: „30 Prozent müssen es doch mindestens sein.“

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